Urheberplakette am Neptunbrunnen ergänzt

Der Neptunbrunnen auf dem Kirchenplatz ist eine Warnemünder Erfolgsgeschichte. „Der ist so schön und da spielen die Kinder, hoffentlich hält er durch“, bekam Alexander Prechtel (l.) erst kürzlich wieder zu hören. Heute wurde noch die Urheberplakette des Bildhauers Thomas Jastram ergänzt.Der Neptunbrunnen auf dem Kirchenplatz ist eine Warnemünder Erfolgsgeschichte. „Der ist so schön und da spielen die Kinder, hoffentlich hält er durch“, bekam Alexander Prechtel (l.) erst kürzlich wieder zu hören. Heute wurde noch die Urheberplakette des Bildhauers Thomas Jastram ergänzt. (3 weitere Bilder)15. September 2022

Es war der 25. Juni dieses Jahres, als der Neptunbrunnen auf dem Warnemünder Kirchenplatz offiziell eingeweiht wurde (DWM berichtete). Eine beispiellose Erfolgsstory – der Brunnen wurde inmitten der Corona-Pandemie aus Spendengeldern bezahlt – fand damit ihren krönenden Abschluss. Heute wurde noch eine wichtige „Kleinigkeit“ ergänzt. Eine Bronzeplakette mit Namen des Künstlers, Thomas Jastram, samt Entstehungsjahr, befestigt auf einem bislang ungenutzten Granitblock. „Ich fand’s einfach nicht wichtig und hab’s dann auch vergessen“, bekennt der Bildhauer bescheiden. Als durchaus wichtig befanden es hingegen die Initiatoren der Spendenaktion, allen voran der Warnemünder Alexander Prechtel, der den Nachtrag bei der Kunstgießerei Gebrüder Ihle, Dresden, in Auftrag gab.

Seit Inbetriebnahme erfreut sich der Neptunbrunnen im Ort größter Beliebtheit, was sogar bis zu dem in Hamburg lebenden Bildhauer, Jastram, durchgedrungen ist: „Wann immer wir hier in Warnemünde sind, werden wir darauf angesprochen“, gesteht der 62-Jährige. Ausschließlich positive Rückmeldungen gehen auch bei Alexander Prechtel ein. Das Werk kommt sogar so gut an, dass sich während und nach der Einweihung noch zusätzliche Spender bei ihm gemeldet haben. Auch sie sollen jetzt auf der Stele verewigt werden. „Dazu werden wir unterhalb der vorhandenen Plaketten rundum einen sieben Zentimeter hohen Streifen mit einer zweistelligen Zahl weiterer Spender ergänzen. Außerdem sprechen wir an dieser Stelle auch unseren Dank an alle unbenannten Geldgeber aus“, kündigt er an. Der Auftrag sei bereits ausgelöst. Die Spenderstele – so muss man sagen – hat sich im Nachhinein als Geniestreich entpuppt, denn dort finden sich Geldgeber ab 500 Euro wieder und wer möchte im Zuge dieses erfolgreichen Warnemünde-Projektes nicht benannt sein. Mit der Ergänzung sei der Platz dann endgültig ausgereizt und auch die „Hundehöhe“ erreicht.

Die Neptunbrunnen-Idee von Thomas Jastram setzte sich im Rahmen eines Künstlerwettbewerbs gegen die von drei weiteren namhaften Künstlern – Wolfgang Friedrich, Reinhard Buch und Hennig Spitzer – eingereichten Vorschläge durch und gilt als der erlebbarste. Schon in der ersten Saison hat er sich zudem zum Top-Foto-Hotspot gemausert. Genau wie zuvor angenommen haben es insbesondere die Neptun-Latschen den Besuchern angetan. „Der Brunnen an sich ist schon toll, doch die zehn Wasserdüsen, geschaltet im Zufallsprinzip, sind wirklich der Clou. Da haben wir was gekonnt“, freut sich Prechtel. Er wirbt dafür, das Wasserspiel auch mal in den Abendstunden zu besuchen, denn es ist beleuchtet.

Jetzt fehlen nur noch die Bänke. Schon seit Februar ist der langjährige Ortsbeiratsvorsitzende nach eigener Aussage an dem Thema dran und mit der Stadtverwaltung im Gespräch. Drei ebenfalls spendenfinanzierte, Warnemünde-typische Sitzbänke sollen ergänzt werden. Doch noch hat sich das städtische Tiefbauamt nicht dazu geäußert, wo diese aufgestellt werden dürfen.



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