800 Euro für mehr Barrierefreiheit am Warnemünder Strand


12. Oktober 2026

Strandoase Treichel unterstützt Nurse Club Stiftung bei der geplanten Anschaffung eines Seatrac Movers

Ein Bad in der Ostsee – für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist das bislang oft mit großen Hürden verbunden. Der Seatrac Mover könnte das ändern: Das spezielle Schienensystem ermöglicht es, selbstständig ins Meer und wieder an den Strand zu gelangen. In Südeuropa längst eine Selbstverständlichkeit. Als das System im Juli an der Strandoase Treichel vorgestellt wurde, zog es zahlreiche neugierige Besucher an (DWM berichtete). Für Matthias Treichel und Julian Sturm-Schneider stand danach fest: Eine solche Anlage muss auch nach Warnemünde kommen.

Ihrem Ziel sind die beiden jetzt einen Schritt näher gekommen. Am Freitag übergab Matthias Treichel einen Spendenscheck über 800 Euro an Julian Sturm-Schneider von der Nurse Club Stiftung. Das Geld stammt aus der siebten Strandkorbauktion der Strandoase, die am 3. Oktober stattfand. Mit der jährlichen Versteigerung verbindet Treichel die Erneuerung seines Strandkorbbestands mit der Unterstützung sozialer Projekte. So ging im vergangenen Jahr eine Spende an den Wünschewagen des ASB.

Das Geld soll den Weg zur geplanten Anschaffung des Seatrac Movers ebnen. Rund 70.000 Euro werden für das System veranschlagt. Die Nurse Club Stiftung wurde unter anderem mit dem Ziel gegründet, Spenden für weitere barrierefreie Angebote am Strand zu sammeln. Bereits im Juli konnten mit ihrer Unterstützung drei zusätzliche barrierefreie Strandkörbe am Strandaufgang 4 aufgestellt werden (DWM berichtete). Weitere Projekte für die kommende Saison sind in Planung. Erst am 12. September wurde die Nurse Club Stiftung mit dem Rostocker Engagementpreis ausgezeichnet.

„Die 800 Euro sind ein Grundstock dafür, dass der Seatrac Mover nicht nur angeschafft, sondern auch bewirtschaftet werden kann“, erklärt Sturm-Schneider. Denn neben der Finanzierung der Anlage müsse auch ihr späterer Betrieb sichergestellt werden.

Der Strandaufgang 4, an dem Matthias Treichel mit seiner Strandoase tätig ist, bietet bereits zu großen Teilen barrierefreie Bedingungen und gilt als idealer Standort für das geplante System. Treichel engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für einen Strand, an dem auch Menschen mit Behinderung möglichst selbstbestimmt ihre Zeit am Meer verbringen können.

Für die Finanzierung des Seatrac Movers wurden Förderanträge gestellt. „Zur Genehmigung haben bereits vielversprechende Gespräche mit den Ämtern stattgefunden. Es könnte zum Erfolg werden“, zeigt sich Treichel zuversichtlich.

Die Scheckübergabe bildet für beide Partner einen passenden Abschluss der Strandsaison und unterstreicht ihre Zusammenarbeit. Ihr gemeinsames Ziel bleibt, den Zugang zur Ostsee in Warnemünde künftig noch barrierefreier zu gestalten.


| | | |

Kommentieren Sie den Artikel

Name
E-Mail
(wird nicht veröffentlicht)
Kommentar
Sicherheitscode

Ich willige ein, dass DER WARNEMÜNDER die von mir überreichten Informationen und Kontaktdaten dazu verwendet um mit mir anlässlich meiner Kontaktaufnahme in Verbindung zu treten, hierüber zu kommunizieren und meine Anfrage abzuwickeln. Dies gilt insbesondere für die Verwendung der E-Mail-Adresse zum vorgenannten Zweck. Die Datenschutzerklärung kann hier eingesehen werden.*


|