Große Vorfreude im Zoo Rostock: In der Tropenhalle des Darwineums wird voraussichtlich im Dezember 2026 ein Gorilla-Baby geboren. Gorilladame Yene ist zum dritten Mal schwanger. Für den Zoo wäre es der erste Gorilla-Nachwuchs seit sechs Jahren.
Yene ist 25 Jahre alt, der werdende Vater Kwame 15. Er lebt seit 2016 im Zoo Rostock. Nun blickt das Zooteam gespannt auf die bevorstehende Geburt und hat die erfahrene Gorillamutter besonders im Blick. „Wir achten aktuell sehr genau darauf, dass es Yene an nichts fehlt. Sie hat ein grundsätzlich gemächliches Wesen und zieht sich zurück, sobald sie etwas Ruhe braucht“, berichtet Sina Füssel. Die Tierpflegerin gehört seit 2020 zum Team im Darwineum und kennt die Gorillagruppe gut. Yene habe bereits bei ihrer ersten Geburt gezeigt, wie fürsorglich sie mit ihrem Nachwuchs umgeht. „Da Yene sich damals nach der Geburt ihrer ersten Tochter Kesha sehr fürsorglich um ihren Nachwuchs gekümmert hat, sind wir optimistisch, dass sie ihr Jungtier auch dieses Mal wunderbar begleiten wird.“ Aktuell befindet sich Yene im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft.
Mit der Geburt ihrer Tochter Kesha am 16. März 2020 sorgte Yene für eine Premiere: Kesha war das erste Gorilla-Baby, das jemals im Zoo Rostock zur Welt kam. Sechs Jahre später könnte die Gorilladame erneut für Nachwuchs sorgen.
Die Schwangerschaft von Gorillas dauert etwa achteinhalb bis neun Monate und ist damit ähnlich lang wie beim Menschen. In der Regel wird ein einzelnes Jungtier geboren. Die Kleinen sind lange auf die Fürsorge ihrer Mütter angewiesen: Sie werden über Jahre hinweg getragen und intensiv betreut. Etwa drei bis vier Jahre lang säugen die Mütter ihren Nachwuchs. Erst danach kommt es unter natürlichen Bedingungen häufig zu einer erneuten Empfängnis.
Auch Zoodirektorin Antje Angeli sieht der Geburt mit großer Spannung entgegen. „Wir blicken der Geburt, die voraussichtlich in den Dezember 2026 fällt, mit großer Vorfreude entgegen. Da der letzte Gorilla-Nachwuchs bereits sechs Jahre zurückliegt, ist es eine ganz besondere Freude, wieder neues Leben im Darwineum willkommen zu heißen.“
Der erwartete Nachwuchs ist nicht nur für den Zoo ein besonderes Ereignis. Gorillas sind in ihrem natürlichen Lebensraum stark gefährdet. Die Tiere im Zoo Rostock machen auf die Bedrohung ihrer Artgenossen aufmerksam und tragen zugleich zum Erhalt der Art bei. „Jedes Gorilla-Baby ist ein großartiger Erfolg für unser gesamtes Team und ein ebenso wichtiger Erfolg für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP), um diese stark gefährdeten Menschenaffen langfristig zu schützen“, betont Angeli.
In der Tropenhalle des Darwineums lebt Yene gemeinsam mit Silberrücken Assumbo (53), der bereits seit 1999 im Zoo Rostock zu Hause ist, sowie den Gorilla-Weibchen Eyenga (22), Kesha (6) und Zola (18). Gorilla-Dame Bebe (47) lebt in einer benachbarten Anlage, wo sie ihren Altersruhesitz genießt.
Insgesamt beherbergt das Darwineum derzeit 18 Menschenaffen: sieben Gorillas und elf Orang-Utans, die in zwei Gruppen leben. Besucher können die Tiere täglich sowohl auf den Außenanlagen als auch in der Tropenhalle beobachten. Mit etwas Glück lässt sich dort bald auch der jüngste Spross der Gorillagruppe entdecken.
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