Rettungsschwimmer unter verbesserten Bedingungen wieder am Start

Die Rettungsschwimmerinnen Judith Hager (l.), Gina Bretsch un der stellvertretende Wachleiter Lukas Knaup starten heute mit einem neuen Quad in die Saison. Tourismusdirektor Matthias Fromm (2.v.r.) heißt sie herzlich willkommen.Die Rettungsschwimmerinnen Judith Hager (l.), Gina Bretsch un der stellvertretende Wachleiter Lukas Knaup starten heute mit einem neuen Quad in die Saison. Tourismusdirektor Matthias Fromm (2.v.r.) heißt sie herzlich willkommen.13. Mai 2022

Die DRK Wasserwacht startet heute in die Strandsaison 2022. Zunächst nur mit halber Kraft, erklärt Sprecherin Julia Junge. Es sei Nebensaison und noch nicht alle Rettungstürme besetzt. Zum Saisonstart wurde das nagelneue Rettungsquad vorgestellt. Deutlich schneller, stärker, mit ausreichend Platz für medizinisches Equipment und einen Beifahrer, wie uns der stellvertretende Wachleiter, Lukas Knaup, berichtet. „Am Strand fahren wir natürlich nicht schneller als 30 Stundenkilometer, doch auf der Straße schafft es locker 100 und unter guten Bedingungen sogar 115.“ Das „alte“, nicht minder brauchbare Gefährt, wird im Saisonverlauf zum Rettungsturm 6 verlegt und dort dringend benötigt. Beide Quads sind übrigens Benziner: „Erste Erfahrungsberichte von Feuerwehren im Hinblick auf E-Mobile zeigen, dass es an Ladesäulen hapert“, weiß Knaup.

„So richtig los geht die Saison an Rostocks Stränden erst Ende Juni mit Beginn der Sommerferien, dann reisen auch unsere ehrenamtlichen Helfer aus allen Teilen der Republik an“, kündigt Julia Lange an. Diese Ehrenamtler müssen untergebracht werden und da hat sich in der Vergangenheit viel Frust angestaut. Rettungsschwimmer beklagten die menschenunwürdige Unterbringung und schickten einen Brandbrief nach Rostock (DWM berichtete). Die Saison drohte zu platzen. In der vergangenen Woche fand ein Vororttermin in Markgrafenheide statt und, so versichert Tourismusdirektor Matthias Fromm, in diesem Jahr soll sich vieles ändern.

Die Rettungsschwimmer des DRK kommen wieder in unmittelbarer Nähe zum Strand, direkt hinter den Dünen von Markgrafenheide unter. „Ab dem 13. Mai kann das Haus im Dünenweg 5 samt Wohncontainern bezogen werden. Zur Hochsaison ab Juni kommen noch drei Finnhütten aus dem Vermietungsbestand der Tourismuszentrale hinzu“, kündigt der Tourismuschef an. Nach seinen Angaben wurde das Gebäude deutlich „aufgepimpt“ und die Container sind neu. Angemietet von der Firma Baupunkt Flügel befinden sie sich auf dem Hof des Geländes. „In dem modernen Sanitärcontainer gibt es vier Waschbecken, zwei Duschen, zwei Urinale und zwei WCs für insgesamt zehn Personen. Die fünf Wohncontainer verfügen über Heizungen und sind mit neuen Bettgestellen, samt Lattenrosten und Matratzen, ausgestattet“, informiert Pressesprecher Moritz Naumann. Im Wohngebäude sollen sich zudem Schlafzimmer im Dachgeschoss, zwei Aufenthaltsräume mit Kicker, TV, Sitzmöglichkeiten und eine neue Küche befinden. Außerdem wird das WLAN verstärkt, damit die Rettungsschwimmer durchgängig ausreichend Bandbreite zur Nutzung des Internets zur Verfügung haben.

Die Finnhütten aus dem Vermietungskontingent der Tourismuszentrale verfügen über eine großzügige Außenterrasse, zwei Schlafräume für jeweils zwei Personen im Obergeschoss, einem Badezimmer mit Dusche und WC sowie einem Aufenthaltsraum mit Küchenzeile. Pro Hütte können maximal sechs Personen untergebracht werden. „Die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer des DRK erhalten neueste Ausstattungen und erstmals auch drei Finnhütten aus dem eigenen Ferienvermietungsbestand. Damit können wir den Ehrenamtlichen in diesem Jahr in direkter Anbindung zum Meer einen verbesserten Standard in der Unterbringung bieten. Wir freuen uns sie Rostock begrüßen zu können und hoffen sie fühlen sich wohl“, sagt Matthias Fromm.

Dennoch brauche es eine langfristige Perspektive, sowohl die Container als auch die Finnhütten seien lediglich 2022 gesichert. „Es braucht das Zusammenwirken aller beteiligten Ämter, damit die Rettungsschwimmer eine angemessene, zentrale und langfristige Übernachtungsmöglichkeit in Strandnähe erhalten.“ Für die Unterbringung verzichtet die Tourismuszentrale auf Einnahmen aus der Vermietung der Finnhütten, die normalerweise den gesamten Sommer ausgebucht sind. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Unterbringung der Rettungsschwimmer in dieser Saison auf rund 50 000 Euro.







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