Grundstein für neue Sportschule Mittelmole gelegt

Versenken die Zeitkapsel in der Bodenplatte der neuen Sportschule: Andreas Blum, Präsident des Landessportbundes MV, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Senator Chris von Wrycz-Rekowski, Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück und Sportministerin Stefanie Drese (v.l.).Versenken die Zeitkapsel in der Bodenplatte der neuen Sportschule: Andreas Blum, Präsident des Landessportbundes MV, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Senator Chris von Wrycz-Rekowski, Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück und Sportministerin Stefanie Drese (v.l.).14. Mai 2022

Auf der Mittelmole Warnemünde wurde gestern ein Stück Sportgeschichte weitergeschrieben. Der Landessportbund MV (LSB) hatte zur Grundsteinlegung für die neue Sportschule – sie ist gleichzeitig auch Segel-Bundesstützpunkt für den Nachwuchs – geladen. Präsident Andreas Bluhm sprach von einem langen Prozess der mit der Zeremonie einen vorläufigen Höhepunkt erreicht habe. Neben Planern und Bauunternehmen waren auch Vertreter der Landes- und Kommunalpolitik auf die Mittelmole nach Warnemünde gekommen.

Bereits Mitte der 90er Jahre habe der LSB gemeinsam mit der Landespolitik darüber nachgedacht, was denn nun mit der Sportschule anzufangen sei. Erste Etappe war die Übertragung des Grundeigentums durch das Bundesreichsbahnvermögen an den Landessportbund. „Auch da hat uns die Landesregierung sehr geholfen“, erinnerte Andreas Blum. Um sich ein Bild davon machen zu können, welche Vorstellungen überhaupt realisierbar sind, folgte in den Jahren 2011/12 ein erster Architektenwettbewerb mit der Hochschule Wismar. Die damalige große Koalition schrieb sich die Neuerrichtung der Sportschule schließlich auf die Fahnen. Als man sich dann auch noch darüber im Klaren wurde, wo denn nun eigentlich gebaut werden sollte – auf dem zugeschütteten ehemaligen Fährbecken oder doch auf dem eigenen Grundstück – konnte es endlich losgehen. „Wir haben entschieden, auf dieser Fläche zu bleiben.“ Das schränke die Möglichkeiten zwar etwas ein, doch vor dem Hintergrund der historischen Situation sei es auch ein wichtiges Signal. Genau hier befanden sich bis zur Wende nämlich die Grenzsicherungsanlagen als Symbol der deutsch-deutschen Teilung.  

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte bei der Grundsteinlegung der neuen Sportschule im Yachthafen Warnemünde die Bedeutung des Segelsports: „Heute ist ein wichtiger Tag für das Sportland Mecklenburg-Vorpommern. Ein traditioneller Ort, den jede Seglerin und jeder Segler aus Rostock und weit darüber hinaus kennt, bekommt ein neues, modernes Gesicht.“ Nach seiner Fertigstellung werde die Sportschule dem Breiten- und Spitzensport exzellente Bedingungen bieten. Gemeinsam mit dem geplanten Yachthafen erhalte das Juwel, das das Warnemünder Segelrevier schon lange ist, eine ganz besondere Einfassung, sagte Schwesig.

Genau hier, am Nordzipfel der Mittelmole wurde vor mehr als 60 Jahren ein Regatta- und Bettenhaus errichtet. Das alte Gebäude ist längst abgerissen und der markante Schriftzug „Yachthafen“ eingemottet. An gleicher Stelle entsteht nun eine hochmoderne Sportschule für alle Sportarten im Land. Der neue, an zwei Segelboote erinnernde, Gebäudekomplex beherbergt auf 2.464 Quadratmetern Nutzfläche, aufgeteilt auf drei Geschosse unter anderem 54 Zimmer mit 125 Betten, fünf Tagungsräume, einen Speiseraum für etwa 100 Gäste, eine Bootshalle mit Werkstatt, eine Einfeldsporthalle und einen Kraftraum .

Das Vorhaben wurde ursprünglich auf ca. 20 Millionen Euro beziffert. Finanziert wird es aus Mitteln der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Bundesministeriums des Innern und für Heimat. Die Maßnahme muss bis Ende 2023 schlussgerechnet sein.







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