Warnemünde ist kein Ballermann – Initiative will sich für Sicherheit und Sauberkeit im Ort einsetzen

Hier an der Polizeistation Warnemünde lädt die neu gegründete Bürgerinitiative morgen zur Aktion Hier an der Polizeistation Warnemünde lädt die neu gegründete Bürgerinitiative morgen zur Aktion "Nutruf".12. Mai 2022

Beschmierte Sitzbänke, nächtliche Ruhestörung, offener Drogenkonsum, Urinieren an die Kirchenmauern, Schlägereien auf offener Straße – all diese Unbilden sind aus Sicht Karl Raeubers, Gründer der Bürgerinitiative „Warnemünde ist kein Ballermann“ (BI), leider zur Normalität geworden. „Und das nicht nur während der Saison“, weiß der Warnemünder. Ein kleiner Kreis von Warnemündern hat sich vorgenommen, auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen. Die Polizeiwache am Bahnhof, so Raeuber, sei nur sporadisch und wenn dann nur bis Mitternacht besetzt. Fußstreifendienste fänden nur selten statt und Notrufe würden über das Polizeirevier Lichtenhagen angenommen, was die Reaktionszeit verlängere. Die BI sieht hier einen klaren Zusammenhang mit dem gefühlten Anstieg der „Exzesse“.

Am Freitag, 13. Mai um 17.30 Uhr, wollen Karl Raeuber und seine Mitstreiter mit einer demonstrativen Aktion „Notruf“ auf den Missstand aufmerksam machen. Treffpunkt ist die Polizeiwache Am Bahnhof 1 in Warnemünde. „Unsere Bürgerinitiative unterstützt einen gesunden Tourismus und möchte den historischen Charme unseres schönen Ostseebades erhalten. Einen Ballermann-Tourismus hingegen lehnen wir ab!“, betont Karl Raeuber. Er hofft, so viele Warnemünder wie nur möglich, zum Mitmachen gewinnen zu können. Um sich bei der Stadtverwaltung und auch im Innenministerium Gehör zu verschaffen soll zudem eine Unterschriftenaktion gestartet werden.

Der Leiter des zuständigen Polizeireviers Lichtenhagen, Stefan Damrath, kündigte indes an, auf die Aktion vorbereitet zu sein. „Allerdings kommt sie einer Versammlung gleich, weshalb es eines Versammlungsleiters und einer Anmeldung bedarf. Mir ist nichts dergleichen bekannt und die Initiatoren müssen mit Konsequenzen rechnen“, kündigt der Polizeihauptkommissar an. Man könne gern alles machen, doch Versammlungen müssen als solche immer auch angemeldet werden. So drastisch wie dargestellt verhalte sich es sich aus seiner Sicht nicht mit der Gefährdungslage. Entsprechende Strafanzeigen gäbe es keine, womit die aufgeführten Probleme auch nicht belegt seien.



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14.05.2022 um 15:00 Uhr
Sabine Meier: Nicht nur die beschmierten Bänke und zugekleisterten Schilder sind ein Ärgernis in Warnemünde, auch das Parken trotz Verbot an der Post kann man nicht verstehen! Der Bus hat ständig Probleme und als Fußgänger kann man kaum die Straße überqueren! Warum wird hier nicht das Ordnungsamt aktiv?
13.05.2022 um 13:17 Uhr
UWS: Guten Tag, diese Initiative „Warnemünde ist kein Ballermann“ ist ausdrücklich zu begrüßen. Die Exzesse in Warnemünde und damit die Gefahrenlage haben deutlich zugenommen. Wer glaubt, die geschilderten Vorfälle seien übertrieben, weil es keine Strafanzeigen gäbe, muss auf einem Auge blind sein. Viel Erfolg für die Bürgerinitiative!!