Gegenüber vom Warnemünder Kurpark entsteht neuer Wohnraum: In der Wachtlerstraße 11 errichtet das kommunale Wohnungsunternehmen Wiro einen Neubau mit neun Wohnungen. Geplant sind Zwei-, Drei- und Vierraumwohnungen. Die Fertigstellung des viergeschossigen Gebäudes ist für Ende 2027 vorgesehen, die Vermietung soll im selben Jahr starten.
Während der Bauzeit muss im Umfeld der Wachtlerstraße mit Verkehrseinschränkungen gerechnet werden.
Trotz heftiger Kritik hatte die Wiro im Spätherbst 2023 das ehemalige Ärztehaus an der prominenten Adresse abreißen lassen (DWM berichtete). Nun beginnt die eigentliche Bauphase – und die startet zunächst unter der Erde. Bevor die ersten Wände wachsen können, muss der Baugrund vorbereitet werden: 62 Bohrpfähle werden tief in den Boden eingebracht, um dem Neubau einen sicheren Stand zu geben. Die aufwendig anmutende Maßnahme sei aus statischen Gründen erforderlich, erläutert Wiro-Sprecher Carsten Klehn.
„Sofern es die Witterung zulässt, ist der Start in der 6. Kalenderwoche vorgesehen. Die geplante Dauer beträgt rund sechs Wochen“, sagt Klehn. Aktuell laufen die letzten Vorbereitungen, die beauftragte Spezial-Tiefbaufirma soll in den kommenden Wochen mit den Arbeiten beginnen. Im Frühjahr übernimmt dann die Rohbaufirma.
Eine besondere Herausforderung stellt die vergleichsweise kleine Grundstücksfläche dar. Wann und wo der Baukran positioniert wird, liegt laut Wiro in der Verantwortung des noch zu beauftragenden Bauunternehmens. Für das Umfeld wichtig: Die Bäume im Baustellenbereich der Wachtlerstraße sind nach Angaben der Wiro ausreichend geschützt.
Das Bauvorhaben bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das Umfeld. Während der Arbeiten kommt es zeitweise zu Einschränkungen auf Gehweg und Fahrbahn im Bereich der Wachtlerstraße 11. Zusätzlich arbeiten die Stadtwerke Rostock AG (SWRAG) parallel am Ausbau des Fernwärmenetzes in Warnemünde, was ebenfalls zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen kann.
„Konkrete Zeiten und der Umfang der Sperrungen werden durch das noch zu beauftragende Bauunternehmen geplant und kommuniziert – in enger Abstimmung mit der Stadtwerke Rostock AG“, so Klehn.
Für Suzanne Brandner von der SWRAG hat die Wachtlerstraße eine hohe Priorität. Ziel sei es, die Arbeiten dort bis zum Jahresende abzuschließen, da in der Heinrich-Heine-Straße Kunden an die Fernwärme angeschlossen werden sollen, erklärte sie im Rahmen der jüngsten Ortsbeiratssitzung. Dennoch ist eine Sommerpause fest eingeplant: Zwischen Warnemünder Woche und Hanse Sail ruhen die Bauarbeiten bewusst.
Derzeit stehen die Tiefbauarbeiten allerdings still. Grund ist der Wintereinbruch. „Wir schauen, wann es weitergehen kann“, so Brandner.
Die Koordination der Baustellen erfolgt in enger Abstimmung mit der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG). Dabei gilt: Entweder die Kurhausstraße oder die Schillerstraße muss für den Busverkehr befahrbar bleiben. Die Wachtlerstraße selbst stelle dabei eine besondere Herausforderung dar, betont Brandner: „Bedingt durch die Baumaßnahme der Wiro, wo man durch den Kran per se eine halbseitige Sperrung hat.“
Anwohner sollen rechtzeitig informiert werden – unter anderem über Infoblätter, die vor Beginn neuer Bauabschnitte verteilt werden. Trotz halbseitiger Sperrungen und zeitweiliger Vollsperrungen bleibt die Erreichbarkeit der Grundstücke möglich: Über den Mittelweg und die Dänische Straße kann man vergleichsweise nah an die Gebäude heranfahren.
Die Wachtlerstraße trägt den Namen von Alexander Louis Wachtler, unter dessen Regie vor mehr als 160 Jahren im Auftrag der Stadt Rostock der Warnemünder Kurpark angelegt wurde.
Im neuen Mehrfamilienhaus Wachtlerstraße 11 entstehen drei Zweiraumwohnungen, vier Dreiraumwohnungen und zwei Vierraumwohnungen. Die Baugenehmigung liegt bereits vor.
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