Warnemünde lädt vom 30. Januar bis 8. Februar zur 14. Auflage ein
Die nächste Dauerfrostphase kündigt sich an – und Warnemünde reagiert winterfest: Vom 30. Januar bis zum 8. Februar lädt das Ostseebad zum 14. Warnemünder Wintervergnügen ein. Die Aufbauarbeiten haben bereits begonnen, erste Buden stehen zwischen Leuchtturmvorplatz und Seepromenade. Zehn Tage lang soll hier trotz klirrender Kälte ein Hauch von Marktatmosphäre und Winterevent-Flair einziehen.
Das Wintervergnügen geht zurück auf eine Idee von Jörg Bludau und seiner Agentur KVS. Von Beginn an war der Anspruch klar: Vereine, Initiativen und Akteure aus der Region sollten sich präsentieren – bunt, vielfältig und mit echtem Warnemünder Herz. Seit 2024 liegt das Event nun in den Händen der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde (TZRW), die in diesem Jahr erstmals auch alleinverantwortlich für das Veranstaltungsprogramm zeichnet.
Für die Marktmeile ist Heiko Lange von der Agentur Highlights Event Management MV verantwortlich. Doch gerade im Winter sei es zunehmend schwierig, genügend Händler zu gewinnen, berichtet der Agenturinhaber. „Viele von ihnen sind während der Saison ständig unterwegs – jetzt brauchen sie einfach Zeit für sich“, erklärt Lange. Umso wichtiger sei es, bestehende Kontakte zu pflegen und Qualität zu sichern. „Wir wollen, was die Qualität betrifft, nämlich nicht nachlassen.“
Zwölf Händler konnten für das Wintervergnügen 2026 gewonnen werden. Sie verteilen sich vom Leuchtturmvorplatz bis zum Strandaufgang 3 an der Seepromenade. Neben Souvenirs werden Taschen, wärmende Mützen, Handschuhe und Schals angeboten. Kulinarisch reicht das Spektrum von Gegrilltem über Pasta im Käselaib und Langos bis hin zu süßen Klassikern und den passenden Getränken.
Direkt am Leuchtturm dreht sich zudem ein Kinderkarussell, das besonders bei Familien für leuchtende Augen sorgen dürfte. Die Ausdehnung des Events von ursprünglich drei auf nun zehn Tage ist ein klares Zugeständnis an die Händler, um den Aufwand wirtschaftlich abzufedern.
Eine zusätzliche Hürde bringt in diesem Jahr der heftige Wintereinbruch mit sich. Der anhaltende Frost wirkt sich direkt auf die Markt-Infrastruktur aus. Wasserleitungen und Abwasserpumpen – notwendig für den Einsatz von Mehrweggeschirr – müssen beheizt werden. „Es ist das erste Mal, dass wir die Anlage in Betrieb nehmen müssen. Die Witterungsbedingungen lassen nichts anderes zu“, so Heiko Lange.
Das Veranstaltungsprogramm 2026 fällt überschaubar aus und setzt auf bewährte Elemente wie Livemusik, Eisbaden und Eisskulpturenschnitzen. Neue Akzente sind rar – was auch strukturelle Gründe hat. Ann-Kristin Züchner, Absolventin des Studiengangs Internationales Tourismusmanagement, arbeitet seit dem 1. Januar im Büro Warnemünder Woche der TZRW. Auf das Programm der 14. Auflage konnte sie kurzfristig keinen Einfluss nehmen.
„Ich freue mich aber besonders auf den Workshop zur Wim-Hof-Methode mit Daniel Ruppert, einem zertifizierten Atem- und Kältetrainer“, sagt die 26-Jährige. Parallel sammelt sie bereits Ideen für das 15. Wintervergnügen im Jahr 2027.
Was in diesem Jahr fehlt, fällt vielen Stammgästen jedoch deutlich auf: Eine anlassbezogene Sonntagsöffnung der Geschäfte wird es weder am 1. noch am 8. Februar geben. Grund dafür sei die neue Bäderregelung, verrät Michael Paasch, Vorstandsmitglied des örtlichen Handels- und Gewerbevereins. Der Warnemünder kündigt daher an, dass der HGV sein Engagement beim Wintervergnügen zurückfährt. Auch andere liebgewonnene Programmpunkte bleiben außen vor: Drachenfest, Wintertauchen oder Reiterfest sind nicht Teil des Wintervergnügens 2026.
Mitunter habe es an der Kommunikation mit den Vereinen gehakt, lässt TZRW-Sprecher Moritz Naumann durchblicken: „Die Drachenstrolche sind im nächsten Jahr ganz sicher wieder am Start.“ Bei den Reiterfestspielen hingegen sei die Perspektive deutlich schwieriger: „Die behördlichen Auflagen sind einfach zu groß.“
Marktmeile und Grundprogramm sorgen für winterliche Atmosphäre, doch das geschrumpfte Veranstaltungsangebot hinterlässt spürbar Luft nach oben. Die Hoffnung richtet sich nun auf 2027 – wenn zum kleinen Jubiläum wieder mehr Vielfalt, Vereine und vertraute Klassiker den Winter in Warnemünde beleben sollen.
Freitag, 30. Januar 2026
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