Im Stephan-Jantzen-Park entsteht ein neuer, stiller Ort der Erinnerung. Mit der Anlage reagiert Warnemünde auf ein wachsendes Bedürfnis vieler Angehöriger nach einem festen Ort des Trauerns. Auslöser der Initiative war die Diskussion, dass sich die touristisch geprägte Westmole zunehmend zu einem „Gedenkort“ entwickle – jedoch ohne die dafür notwendige würdige Struktur (DWM berichtete).
Am 28. Mai wurde in der Parkanlage, die einst als Friedhof genutzt wurde, ein Gedenkstein für auf See bestattete Menschen aufgestellt – unweit des bereits bekannten Erinnerungssteins „Reuter-Eiche“.
„Es fehlt uns ein Ort zum Trauern für die auf See Bestatteten“, sagt Axel Tolksdorff, Ortsbeiratsvorsitzender für Warnemünde und Diedrichshagen.
Gemeinsam mit den Fachämtern wurde der Stephan-Jantzen-Park daraufhin in den Blick genommen und ein geeigneter Standort gesucht. Bei einer Begehung vor Ort fiel die Entscheidung positiv aus: Der Park eignet sich als würdiger Erinnerungsraum.
Für den Gedenkstein wurde ein markanter Findling ausgewählt. Vermittelt wurde er über Christoph Wegner, Leiter des Warnemünder Heimatmuseums, der den Kontakt zu einem Landwirt herstellte. Derselbe Landwirt hatte bereits den Stein für die „Reuter-Eiche“ bereitgestellt. Axel Tolksdorff hat den Stein persönlich mit dem Kranfahrer vom Feld geholt.
Die Inschrift „Den auf See Bestatteten“ wurde in klassischer lateinischer Schrift von der NaturSteinkontor Nord GmbH umgesetzt. Die Idee für das darüber dargestellte Segelboot stammt von Axel Tolksdorff.
Federführend bei dem Projekt ist der Ortsbeirat Warnemünde/Diedrichshagen, allen voran der Beiratsvorsitzende. Ein Teil des frei verfügbaren Budgets wurde in Steinmetzarbeiten, Transport und Aufstellung investiert. Auch das Stadtgrünamt unterstützt das Vorhaben.
„In Eigenregie, als Initiative aus Warnemünde, wollen wir den Platz vor dem Gedenkstein pflastern“, so Tolksdorff weiter. Die benötigten Pflastersteine hat er bereits organisiert.
Die entstehende Freifläche soll künftig Raum für Vasen, Blumen und persönliche Erinnerungszeichen bieten.
Die Pflege der Anlage übernimmt das Bestattungshaus Warnemünde. „Wir kümmern uns um die dauerhafte Betreuung des Gedenkortes“, kündigt Mitinhaber Mathias Stagat an.
Der nächste Schritt steht bereits bevor: Am 10. Juni sollen die Pflasterarbeiten beginnen und den neuen Erinnerungsort im Stephan-Jantzen-Park weiter vollenden – als stillen, aber sichtbaren Ort für Trauer, Würde und Erinnerung in Warnemünde. Die offizielle Einweihung nach Fertigstellung ist für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.
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Ich finde die Idee ganz toll. Alle unsere verstorbenen Familienmitglied sind auf See bestattet. Bisher haben wir zum Gedenken immer eine Rose von der Mole der See übergeben.
Das ist eine wirklich gute Idee. Vielleicht wäre es auch zusätzlich noch möglich, dass man Vorrichtungen erschafft, an denen man kleine Namenstafeln der auf See Bestatteten anbringen könnte. Das würde ich persönlich sehr schön finden.
Das ist ganz toll was Sie da machen.Könnten Sie mir eine Mail schreiben bitte wann die Ein
weihung stattfindet.Vielen lieben Dank!!