Ein Skatepark für Warnemünde

Ein Skatepark in Warnemünde wäre cool, meinen Evelyn (l.) und Estelle. Unterstützt werden sie durch ihren Vater Per Grohmann und Surffreund Hannes Winter.Ein Skatepark in Warnemünde wäre cool, meinen Evelyn (l.) und Estelle. Unterstützt werden sie durch ihren Vater Per Grohmann und Surffreund Hannes Winter.20. April 2021

Von wegen, die Kids sitzen am liebsten vor ihren Tablets und Computern. Die Kinder und Jugendlichen in Warnemünde wollen sich bewegen und das am allerliebsten draußen. Nicht anders ist eine Unterschriftensammlung zu verstehen, die Per Grohmann als Vertreter einer Interessengruppe aus Skatern, Surfern und engagierten Eltern dem Ortsbeiratsvorsitzenden, Wolfgang Nitzsche, präsentierte: Innerhalb von nur zwei Tagen haben 259 Mädchen und Jungen auf diesem Wege für einen Skatepark im Ort plädiert.  

„Wir haben Schulkinder befragt und sind schnell zu dem Schluss gekommen, dass es auf der Aranka-Wiese zwar einen wunderbaren neuen Spielplatz für Kleinere gibt, das Angebot für die Größeren jedoch unzureichend ist“, erklärte Per Grohmann in der letzten Ortsbeiratssitzung. Es fehle an einer Begegnungsstätte für Jung und Alt, wo alle voneinander lernen und sich gegenseitig helfen. Ein Skatepark sei für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen interessant. Das Durchschnittsalter liege bei 25 Jahren.

Für Warnemünde wünscht man sich eine etwa 900 Quadratmeter große, nahezu wartungsfreie Betonanlage mit verschiedenen Skatelementen, umgeben von einem Rundkurs zum entspannten Fahren. Dazu noch ein paar Sitzgelegenheiten für Pausen und Zuschauer. „Eine Skateanlage bietet Spaß für Skater, Scooterfahrer, BMXer und Inlineskater“, warb der Familienvater und Sportfan. Außerdem wäre der Park ein Magnet für junge Besucher des Ostseebades und last but not least würde damit auch die Attraktivität des Wassersportstandortes gesteigert, denn Surfer & Co suchen an wind- und wellenarmen Tagen nach Alternativen.

Im Ortsbeirat (OBR) wurde das Anliegen wohlwollend aufgenommen. Sicher sei allerdings auch, dass sich ein solches Vorhaben nicht innerhalb weniger Monate umsetzen lasse, dämpfte Beiratsmitglied Stephan Porst die Erwartungen. Jetzt gehe es darum, die Freifläche überhaupt vorzusehen. Und dafür ist der Zeitpunkt günstig: Wegen des beabsichtigten Neubaus einer Parkpalette auf dem Parkplatz Strand Mitte sei nämlich ohnehin eine Anpassung des Bebauungsplans in Arbeit. Eine perfekte Gelegenheit, auch den Skatepark einzuarbeiten. „Der passt schon wegen seiner Nähe zu weiteren sportlichen Aktivitäten, zur Jugendherberge und seiner guten Erreichbarkeit exakt dorthin“, befand Umweltausschussmitglied Mathias Ehlers, für den sich Parkhaus und Skatepark nicht ausschließen.

Der langjährige Beiratsvorsitzende, Alexander Prechtel, erinnerte daran, dass der OBR sich schon vor 20 Jahren mit einer solchen Anlage beschäftigt hatte. Grund dafür, dass das Vorhaben bislang scheiterte, war die Tatsache, dass sich kein geeigneter Standort fand. Eine Skateranlage sei nämlich nicht ganz leise. „Aber ich glaube, es kann nur gut sein, den jungen Leuten eine Möglichkeit zu bieten, sich austoben zu können“, so der Warnemünder.

Was den Standort angeht, habe man jetzt gleich zwei Optionen: Zum einen die Brachfläche südlich vom Stadion im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, bis hin zum Weidenweg und zum anderen den Platz direkt hinter der Parkpalette. Toiletten befänden sich im Parkhaus und eine störende Wohnbebauung gäbe es auch nicht.

Das Vorhaben soll jetzt in einen Änderungsantrag formuliert und in die Bürgerschaft eingebracht werden.

Foto: MaP



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