Zu Ostern: Kirche erstrahlt in neuem Licht

Sie alle freuen sich über das Meisterwerk: Wilfried Janou (Elektriker ESN), Programmierer Christian Baarck, der Kirchengemeinderatsvorsitzende Warnemünde Gerd Bollmann, Architekt Detlef Jeenicke, Rainer Schnetzke (Förderverein Kirche Warnemünde), Pastor Harry Moritz, Ingenieur Klaus Hellwig, Pastor i.R. Gerd Simon (Förderverein Kirche Warnemünde), Christian Plothe (Kirchenkreisverwaltung Güstrow, Bauabteilung) und Burkhard Winter (v.l.n.r.)Sie alle freuen sich über das Meisterwerk: Wilfried Janou (Elektriker ESN), Programmierer Christian Baarck, der Kirchengemeinderatsvorsitzende Warnemünde Gerd Bollmann, Architekt Detlef Jeenicke, Rainer Schnetzke (Förderverein Kirche Warnemünde), Pastor Harry Moritz, Ingenieur Klaus Hellwig, Pastor i.R. Gerd Simon (Förderverein Kirche Warnemünde), Christian Plothe (Kirchenkreisverwaltung Güstrow, Bauabteilung) und Burkhard Winter (v.l.n.r.) (1 weiteres Bild)16. April 2019

Das passt! Pünktlich zum Osterfest fand heute in der Warnemünder Kirche die Abnahme der neuen Lichtanlage statt. Die insgesamt 69 installierten energieeffizienten LED-Strahler sind dimmbar und geben ein, auf die sehr unterschiedlichen Erfordernisse des Gotteshauses abgestimmtes, stimmungsvolles Licht.

20 Stromschienenstrahler und 49 integrierte Deckstrahler wurden durch die Elektro-Systemtechnik Nord GmbH (ESN) aus Rostock verbaut. „Alles wird über modernste Technik gesteuert und in Abstimmung mit der Gemeinde wurden bereits 22 Lichtszenen voreingestellt“, verrät Geschäftsführer Burkhard Winter. So gibt es unterschiedliche Licht-Programme für Gottesdienste, Predigten, Abendmahl, Taufe, Taizé-Andachten und Konzerte. Jedes einzelne kann durch Kantor Sven Werner am Laptop noch bearbeitet werden. Neben Pastor Harry Moritz ist der Kantor auch derjenige, der die Hoheit über die vier handlichen Bedienelemente hat. Die neue Beleuchtung kann unabhängig von der App auch manuell regelt werden.

Die großen Herausforderungen für die beiden Lichtarchitekten Detlef Jeenicke und Toralf Patz aus Berlin bestanden die strengen Vorgaben der zuständigen Denkmalschutzbehörden. In dem Zusammenhang stellte sich auch die Frage: Wie kommen wir in die Decke hinein, denn am Ende sollte die Kabelei natürlich nicht sichtbar sein. Die Lampen wurden allesamt von oben montiert. Das erleichtert den Austausch von defekten Leuchtmitteln. Eine besondere Lösung hat man sich für den Strahler über dem Taufbecken einfallen lassen: Dieser hängt frei an einer speziellen Konstruktion und kann für etwaige Reparaturen heruntergelassen werden.

Etwa zwei Jahre haben die Planungen für die Lichtanlage gedauert. Die Bauarbeiten in der Kirche begannen am 21. Januar 2019. Die beauftragte Summe liegt bei 92.000 Euro, wobei 46.000 Euro aus Fördermitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung stammen. Nach Aussage des Ingenieurs Klaus Hellwig vom Planungsbüro Ingenieurgemeinschaft Hellwig / Stier GbR aus Rostock ist die enorme Energieeinsparung maßgeblich für die hohe Fördersumme: Errechnet wurden ein um 3.424 Kilowattstunden verringerter Energieverbrauch und eine daraus resultierende Einsparung von 1,83 Tonnen Treibhausgas pro Jahr. Schaut man sich dazu den deutlich höheren Wirkungsgrad an – kamen die alten Hängelampen im Mittel nur auf 23 Lux, erstrahlen die neuen Leuchten mit 130 Lux – ist das eine wirkliche Verbesserung.

„Diese Lichtleistung entspricht endlich auch den Vorgaben der EKD“, freut sich Pastor Harry Moritz über die wunderbare neue Technik. Und auch das Timing ist perfekt, denn ab Gründonnerstag werden die Gottesdienste nach der Winterpause vom Gemeindehaus wieder in Kirche verlegt. Dann sollen auch die neuen Lichter erstmals offiziell zum Einsatz kommen. Die Premiere vor großem Publikum steht zu Ostern an. So richtig zur Geltung kommt der neue Lichterglanz allerdings erst in den Abendstunden, wenn es dunkel wird: „Es ist ein echter Genuss“, schwärmt Harry Moritz.

Alle, die mehr über die neue Lichtanlage wissen möchten, sollten sich den 28. April vormerken. Nach dem Gottesdienst soll eine kleine Führung zum Thema stattfinden.



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