Wir sind seelenrelevant!

Wer hätte schon gedacht, dass im Jahr 2020 eine ganze Branche hinten runterfällt? Der Song „Seelenrelevant“ von Spill – unser Foto zeigt Frontmann Olaf Hobrlant und Keyboarder Steffen Wroost – greift einen Widerspruch auf.Wer hätte schon gedacht, dass im Jahr 2020 eine ganze Branche hinten runterfällt? Der Song „Seelenrelevant“ von Spill – unser Foto zeigt Frontmann Olaf Hobrlant und Keyboarder Steffen Wroost – greift einen Widerspruch auf.07. Januar 2021

Jammern liegt Spill Frontmann Olaf Hobrlant und seinem Bandkollegen Steffen Wroost angesichts des unverschuldeten „Berufsverbots“ mit seinen verheerenden Auswirkungen fern. Ihren neusten Song „Seelenrelevant“ möchten sie vielmehr als eine Hommage an ihre Musikerkollegen und die gesamte Eventbranche in der Corona-Zeit verstanden wissen. Text und Musik stammen aus der Feder Hobrlants. Aufgenommen wurde der Titel gemeinsam mit Lars Freude von den Sideburns und Peter Grützmann unter den Fittichen von „Doc“ Andreas Buhse vom Warnemünder Tonträgerlabel Coaast Tmp. „Wir sehen uns jedoch nur als Stellvertreter für eine ganze Zunft“, unterstreicht Hobrlant. Das Jahr 2020 hat das Leben vieler auf den Kopf gestellt. Da sind auf der einen Seite die finanziellen Einbußen – zahlreiche Musiker leben aktuell am Existenzminimum. Doch es geht noch um weit mehr: das Publikum.

Aufgedeckt wird in „Seelenrelevant“ ein Widerspruch, denn, so der 61-Jährige: „Kultur ist nun einmal das, was uns vom Schimpansen unterscheidet. Dennoch wurde sie einfach so für unwichtig und nicht-systemrelevant erklärt.“ Und das, obwohl Kunst und Kultur als probates Mittel zur Aufbesserung des Persönlichkeitsbildes – selbst bei Politikern – gelten. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie als Ausnahmesituation tragen die Spill-Musiker selbstverständlich mit. Ursache für das Auftrittsverbot sei schließlich das Virus und nicht die Politik. Nur der Umgang mit den versprochenen Unterstützungen sei fragwürdig. Vieles wurde versprochen, wenig gehalten oder aber es dauert viel zu lange, bis die Hilfe wirklich greift. „Dieser Ausnahmezustand stellt das System vor große Herausforderungen“, sagt Keyboarder Wroost. Er könnte sich eine Umverteilung von den Profiteuren der Krise, hin zu den Verlierern vorstellen.

„Die Corona-Pandemie sollte der gesamten Kunst- und Kulturszene aber auch eine Lehre sein“, ist Olaf Hobrlant überzeugt. Es habe sich gezeigt, dass der Zusammenhalt unter den Protagonisten fehle: „Nur, wenn wir uns künftig zusammenschließen, werden wir stärker. Unsere Stimme wird lauter und am Ende auch gehört.“



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08.01.2021 um 16:22 Uhr
OL'-Berny: Einen herzlichen *Dank* an Olli, Steffen.Lars & Peter !

Ein toller Song , welcher leider voll der Realität entsprechen tut !
Dazu ganz tolle Videoaufnahmen mit vielen lachenden Gesichtern !
Voll gelungen das Video !

Music is always our great love !
Hoffentlich können wir sie
zusammen mit euch allen
bald wieder live erleben !

Bleibt alle schön gesund !

Eure treuen Fans Ingi & Ol'-Berny
07.01.2021 um 23:08 Uhr
Andreas Brandt: Echt klasse Titel Olaf,