Warnemünder stiftet Baum für Stephan-Jantzen-Park

Pflanzen eine gespendete Stechpalme in den Stephan-Jantzen-Park: Harald-Heinz Krause, Baumpfleger André Rottmann und Antje Schwarzer (v.l).Pflanzen eine gespendete Stechpalme in den Stephan-Jantzen-Park: Harald-Heinz Krause, Baumpfleger André Rottmann und Antje Schwarzer (v.l).04. Mai 2021

Seit 17 Jahren lebt Harald-Heinz Krause in Warnemünde. Er engagiert sich gern im Ostseebad – vor allem jetzt, wo er Rentner ist. Schon seit längerem hegte er die Idee, seinem Wohnort einen Baum zu spenden. Dann kam Corona und der Gedanke geriet ins Hintertreffen. Irgendwann war der Kontakt zum Stadtgrünamt dann aber doch hergestellt. Eine Spende wurde angewiesen und die Dinge nahmen ihren Lauf. Heute war es dann endlich soweit: In Warnemünde wurde eine Stechpalme – Baum des Jahres 2021 in Deutschland – gepflanzt. „Dass es nun ausgerechnet dieser besondere Baum an diesem besonderen Ort geworden ist, hat sich so ergeben“, sagt der Wahl-Warnemünder und Spender Harald-Heinz Krause. Umso schöner, dass er dabei sein durfte, als das 15 Jahre junge Bäumchen inmitten des Stephan-Jantzen-Parks seinen Platz fand.

„Wir freuen uns über jeden Bürger, der uns dabei unterstützt Rostocks grüne Lunge zu vergrößern“, sagt Antje Schwarzer, vom Team „Stadtbäume“ des städtischen Grünamtes. Seit 1995 konnten in Rostock 62 Grünspender gezählt werden. 129 Bäume wurden so gepflanzt. Möglich seien Geldspenden aber auch Baumpatenschaften. Gut zu wissen: Es kann jeder Betrag gespendet werden. „Haben wir eine Summe von 1000 Euro beisammen, pflanzen wir davon einen Baum und teilen jedem beteiligten Spender mit, wo dieser steht.“ Baumspenden seien deshalb relativ teuer, weil die Bäume mit einem Stammumfang von 16 bis 18 Zentimetern gepflanzt werden. Damit will man Vandalismusschäden vorbeugen. Zudem fallen Kosten für die Pflanzung und Entwicklungspflege in den ersten drei Standjahren an. Auch die Pflanzungsplanung verursacht Kosten. Immer sei für die Annahme von Spenden die Zustimmung der Bürgerschaft notwendig.

Ist die Pflanzung erstmal erfolgt, erhalten alle Baumspender eine Urkunde und auf Wunsch auch ein Baumspendenschild. Aktuell befinden sich in Rostock jedoch alle Baumspendenschilder in Überarbeitung. Der Einbau der alten Schilder, hat sich nicht bewährt. Sie verwittern zu schnell und werden oft durch Vandalismus zerstört. 

Leider nicht mehr möglich ist es, sich einen Wunschstandort für „seinen Baum“ auszusuchen. Dass es bei Harald-Heinz Krause nun gerade geklappt hat, sei einem glücklichen Umstand geschuldet.

Traditionell pflanzt das Amt für Stadtgrün seit vielen Jahren immer am Tag des Baumes, 25. April, zusammen mit dem Stadtforstamt, dem Rostocker Zoo und dem Botanischen Garten den Baum des Jahres mit Kindern. Wegen der Pandemie musste die gemeinsame Pflanzaktion leider ausfallen.

Die Stechpalme (Ilex aquifolium) ist ein Laubbaum, der seinen Namen durch christliche Traditionen erhalten hat. Am Sonntag vor Ostern wird mit einer Prozession an den Einzug von Jesus in Jerusalem erinnert. Man hatte ihn mit Palmwedeln begrüßt. Diese wachsen in hiesigen Regionen nicht und überhaupt sind grüne Pflanzen zu dieser Zeit kaum vorhanden. Als Ersatz wurden Sträuße aus den Zweigen der immergrünen Stechpalme genommen.

An guten Standorten kann der Baum bis zu 15 Meter hoch werden. Rote Früchte schmücken ihn ab August und dienen Vögeln als Nahrung. Die stachligen Blätter sind an der Blattoberfläche dunkelgrün, stark glänzend und lederartig. An ihren Standort hat die, in ganz Deutschland unter Naturschutz stehende, Stechpalme wenige Ansprüche. Sie ist durchaus „stadttauglich“ und außerdem an Einzelstandorten in der Rostocker Heide zu finden.



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