Warnemünder Welle gemeistert: O’pen Skiffs mit vollem Rennprogramm


09. Juli 2026

Nach dem stürmischen Dienstag bot sich den Seglerinnen und Seglern der O’pen-Skiff-Klasse am Mittwoch endlich die Chance, verlorene Wettfahrten nachzuholen. Das kurze Wetterfenster nutzte die Wettfahrtleitung konsequent aus – und schickte die Jugendlichen gleich zu vier Rennen auf die Ostsee. Auch die Zoom8-Klasse konnte nach langer Startverschiebung in ihre Meisterschaft einsteigen.

Vier Rennen in kurzer Folge

Pünktlich um 10 Uhr ging das Signal zum Auslaufen an der Mittelmole hoch, ehe um 11.05 Uhr die erste Wettfahrt gestartet wurde. Die Bedingungen waren dabei nahezu ideal für die Wettfahrtleitung: Der Wind blieb konstant aus rund 190 Grad, sodass der Kurs kaum verändert werden musste. „Wir mussten die Tonnen nicht groß verlegen und konnten vier kurze Wettfahrten in recht kurzem Abstand starten“, erklärt Wettfahrtleiterin Svenja Herziger.

Obwohl der Wind gegenüber den Vortagen etwas nachgelassen hatte, verlangten die noch immer kräftigen Böen und die hohen, steilen Wellen den Nachwuchsseglern einiges ab. Vor allem im ersten Rennen mussten sich viele zunächst auf die anspruchsvolle Warnemünder Welle einstellen. Mit jeder Wettfahrt fanden die Jugendlichen jedoch besser in ihren Rhythmus. „Die Kids haben echt alles gegeben und das da draußen großartig gemacht. Richtig gut gesegelt“, lobt Herziger die Leistungen auf dem Wasser.

Polen dominiert die U17- und U13-Wertung

In der U17-Klasse setzte sich der Pole Pawel Sitko souverän durch. Mit zwei Siegen, zwei zweiten Plätzen und einem dritten Rang zeigte er über die insgesamt sechs Wettfahrten die konstanteste Leistung. Platz zwei belegte der Inder Rehaan Dar vor dem Amerikaner Zahaan Hemrajani.

Bester deutscher Teilnehmer wurde Florian Schlupp auf Rang vier. Mila Weniger beendete die Regatta als starke Sechste.

Auch in der U13-Klasse gingen alle vier geplanten Rennen über die Bühne. Hier sorgte insbesondere der Pole Milej Krzysztof nach einem durchwachsenen Auftakt für eine eindrucksvolle Aufholjagd. Nach dem siebten Platz am ersten Wettkampftag dominierte er das Feld mit drei Laufsiegen und einem zweiten Platz und sicherte sich verdient den Gesamtsieg. Hinter ihm belegten Henryk Glaza aus Polen und Benedikt Becker aus Deutschland die weiteren Podestplätze.

Zoom8 startet verspätet in die Meisterschaft

Auch für die Zoom8-Segler begann der Regattatag mit bangen Blicken auf den Windmesser. Bei rund 22 Knoten Mittelwind stand der Start der Boys and Girls Championships lange auf der Kippe. Erst nach einer knapp zweistündigen Startverschiebung öffnete sich das erwartete Wetterfenster, das immerhin für zwei Wettfahrten ausreichte.

Nach dem ersten Wettkampftag führt die Dänin Safina Linnau das Klassement vor dem Österreicher Jakob Gsell und dem Esten Toomas Pärenson an.

Für den heutigen Abschlusstag sind drei weitere Wettfahrten vorgesehen. Die Prognosen versprechen weiter nachlassenden Wind und eine Drehung auf West – gute Voraussetzungen, damit das geplante Programm vollständig gesegelt werden kann.


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