Warnemünder Weihnachtsmarkt wird abgebaut – HGV zieht Resümee

Zum Wochenende soll der Kirchenplatz wieder gut aussehen. Bis dahin haben Michael Paasch (l.) und Mitarbeiter Enrico Seidler beim Abbau des Marktes noch viel Arbeit.Zum Wochenende soll der Kirchenplatz wieder gut aussehen. Bis dahin haben Michael Paasch (l.) und Mitarbeiter Enrico Seidler beim Abbau des Marktes noch viel Arbeit.02. Januar 2020

33 arbeitsreiche Tage liegen hinter den Organisatoren des Weihnachts- und Neujahrsmarktes vom Warnemünder Handels- und Gewerbeverein (HGV). Heute hat auch hier auf dem Kirchenplatz der große Abbau begonnen. Viele Fäden liefen in den vergangenen Wochen bei Michael Paasch zusammen; Zeit für ein kurzes Resümee: Wieder war der Markt eine wirkliche Bereicherung für Warnemünde und das Konzept „aus dem Ort für den Ort“ ging auf. Gleichermaßen setzten die Veranstalter auf Neuerungen und Altbewährtes – beides hatte seine Berechtigung.

Premiere hatten die Hansi-Parczyk-Motivtassen, die sich größter Beliebtheit erfreuten und deshalb nach nur kurzer Zeit vergriffen waren. Schon zwei Mal wurde nachgeordert all jene, die bislang leer ausgingen, können ihre Tasse noch per E-Mail unter info@hgv-warnemuende.de bestellen. Ausgeliefert wird solange der Vorrat reicht. Gleich zwei unterschiedliche Parczyk-Motive sind für die nächsten Weihnachtsmarkttassen in Planung. Eine tolle Idee, denn der beliebte Warnemünder Künstler lebt somit in seinen Arbeiten weiter. Ebenfalls neu war die weihnachtliche Beleuchtung der halben Mühlenstraße mit LED-Lichterketten. Diese soll beim nächsten Mal noch deutlich erweitert werden.

Ein großes Lob an die Veranstalter: Besucher, Händler und auch die Künstler zeigten sich am Ende mehr als zufrieden. Es gab keine negativen Vorkommnisse, die Umsätze waren gut und gerade in Sachen Kultur war wirklich für Jedermann etwas dabei: „80 kleinere und größere Events unterschiedlichster Genres, verteilt über 33 Tage, das sind mehr als zwei Programmpunkte pro Tag und das auf unserem kleinen Markt“, rechnet Michael Paasch vor. Das Veranstaltungszelt war eigentlich immer gut besucht und der Eintritt noch dazu frei. Doch auch hier sehen die Veranstalter noch Luft nach oben: „Künftig sollen die Trachtengruppe eingebunden und die Auftritte des Kinderchors der Warnemünder Kantorei mehr in den Fokus gerückt werden“, verrät Paasch. Pastor Harry Moritz lobt das Engagement der Gewerbetreibenden, avancierte der Kirchenplatz im Dezember doch zum heimeligen Treffpunkt für die Menschen.

Auch die Weihnachtsbaumaktion – ein weiterer Punkt in Sachen Nachhaltigkeit – verlief super. Wie schon in den Vorjahren durften die Deko-Bäume im Vorfeld ausgesucht und zum Fest abgeholt werden. Die Warnemünder nehmen das Angebot dankend an und es muss nicht viel weggeworfen werden. Währen der Budenabbau schon morgen abgeschlossen sein soll, bleibt der große Weihnachtsbaum noch bis zum 6. Januar stehen und wird erst dann von der Freiwilligen Feuerwehr abgeholt. Der Baumstamm soll beim Wintervergnügen Anfang Februar verbrannt werden.

Mehr als 50.000 Euro kostet der Warnemünder Weihnachts- und Neujahrsmarkt 2019/20 den HGV. Die Refinanzierung erfolgt über Standmieten, Spenden und Unterstützer. Die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde, zahlreiche Hotels, unter anderen das Ringhotel Warnemünder Hof, Residenz Strandhotel, Ostseehotel Wilhelmshöhe, Hotel Belvedere und das Ostsee Art Hotel sowie Gewerbetreibende, darunter Gesundschuh, Than und Müller Immobilien und Stintzing Bau, aber auch der Tourismusverein Rostock & Warnemünde e.V. leisteten ihren Beitrag für das Gelingen des Warnemünder Weihnachts- und Neujahrsmarkts.

Das anspruchsvolle Kulturprogramm hat sich mittlerweile bis zu Aida Cruises herumgesprochen und die Kussmundflotte kann sich durchaus vorstellen, hier künftig als Unterstützer aufzutreten. Im Rahmen der auszureichenden Ortsbeiratsbudgets könnte es eine weitere zweckgebundene Finanzspritze geben. Mit Werner Fischer und Jobst Mehlan sitzen zwei kulturaffine Repräsentanten im Gremium.



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