Warnemünder Frühlingslandgang zum Saisonstart

Sind wieder am Start und zeigen Flagge: Astrid Voß und Inge Regenthal vom Gemeinnützigen Verein für Warnemünde e.V. stellen den Frühlingslandgang vor.Sind wieder am Start und zeigen Flagge: Astrid Voß und Inge Regenthal vom Gemeinnützigen Verein für Warnemünde e.V. stellen den Frühlingslandgang vor.19. April 2022

Echte Warnemünde-Fans werden es nicht vergessen haben: Die eigentliche Saison wird im Ostseebad immer mit einem kleinen aber feinen Fest eingeläutet. Vor der Pandemie war es das Stromerwachen. Wie der Name schon sagt, war Dreh- und Angelpunkt der Alte Strom. Doch das, so erklärt uns Inge Regenthal vom Gemeinnützigen Verein für Warnemünde e.V., ist so nicht mehr umsetzbar: Zu viel Gewusel auf engem Raum. „Unsere Händlermeile muss am Strom wegen der Hygiene- und Abstandsregeln auseinandergezogen werden, wodurch sie deutlich an Attraktivität verliert“, gibt die Warnemünderin, die zugleich Vorstandsmitglied und Büroleiterin im Verein ist, zu bedenken. Durch die Händlermeile finanziere sich das Ganze aber nun Mal und es musste umgedacht werden.

Der Vorschlag, die Veranstaltung auf die Bereiche rund um den Leuchtturm und die Seepromenade auszudehnen kam von den beteiligten Ämtern. Jetzt musste nur noch ein neuer Name her. Gemeinsam mit Jörg Bludau vom Kongreß- und Veranstaltungsservice Rostock habe man Ideen gesponnen und sich auf den „Warnemünder Frühlingslandgang“ geeinigt, verrät die Vereinsvorsitzende, Astrid Voß. Das Corona-erprobte und bei Machern wie Gästen beliebte Konzept „Kultur im Vorbeigehen“ aus den beiden Vorjahren ist eine der Säulen.

Seine Premiere feiert der Frühlingslandgang vom 26. April bis 1. Mai, wobei das Kulturprogramm ab Freitagmittag eingeplant ist: „Straßenkünstler aller Couleur werden das Publikum mit Musik und Tanz überraschen. Nicht auf Bühnen, sondern einfach so im Vorbeigehen“, lädt Inge Regenthal ein. Den Anfang machen The Marching Saints, die am Freitag um 13 Uhr von der ersten Leuchtturmgalerie die Warnemünder Fanfare schmettern. Neben den kulturellen Einlagen gehören auch das Drachenfest und das Ab- und Katerbaden der Rostocker Seehunde am Veranstaltungswochenende zum Programm.

Und alle, die sich einen traditionellen Fischkutter auch mal innen genauer anschauen möchten, lädt die Pasewalk am 30. April und 1. Mai, jeweils von 12 bis 17 Uhr, zu Open Ship. Motto: „Futter für den Kutter“. Corona-geschädigt und daher praktisch ohne Einnahmen steht nämlich auch der betreibende Warnemünder Fischereikutterverein „Jugend zur See e.V.“ da. „Jetzt stehen ein Werftaufenthalt und die Klassifikation an. 20.000 Euro werden dafür benötigt“, weiß Astrid Voß. Geld, das nicht da ist. Deshalb wird es einen Spendentopf geben. Schließlich gehe es um nicht weniger, als den Erhalt des vielbeschworenen Postkartenflairs am Alten Strom. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Warnemünder Jungs.

Futter für den Kutter soll auch durch den Kuchenbasar des Warnemünde Vereins am 30. April zwischen 13 und 15 Uhr vor der Vogtei eingespielt werden. Vorausgesetzt natürlich, es gibt ausreichend Mehl. Aber vielleicht hat ja der eine oder andere auch noch Vorräte oder Backmischungen im Schrank. Bis 12 Uhr können die Kuchen in der Vogtei abgegeben werden.   

Aus dem Stromerwachen wird also der Warnemünder Frühlingslandgang als erste Episode der durch den Verein gestalteten großen Drei. Schon jetzt darf verraten werden, dass es beim „Niegen Ümgang“ mit Sommerfest zur Warnemünder Woche bleibt. Aus dem Stromfest zum Saisonausklang am zweiten Septemberwochenende wird dann das „Warnemünder Brückenfest“, bei dem sich auch die Brückendrehung wiederfindet. Doch dazu später mehr…



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