Warnemünde fährt elektrisch: Zwei neue E-Busse für die Linie 37

Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus, RSAG-Vorstand Jan Bleis, RSAG-Aufsichtsratsvorsitzende Sabine Krüger, Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen und RSAG-Vorstand Yvette Hartmann (v.l.n.r.) schickten die ersten beiden Elektrobusse auf die Reise.Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus, RSAG-Vorstand Jan Bleis, RSAG-Aufsichtsratsvorsitzende Sabine Krüger, Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen und RSAG-Vorstand Yvette Hartmann (v.l.n.r.) schickten die ersten beiden Elektrobusse auf die Reise.07. September 2021

Auf der Buslinie 37, die Warnemünde mit Diedrichshagen und dem S-Bahnhof Werft verbindet, rollen seit heute die ersten beiden Elektrobusse. Auffällig blau-grün lackiert und beklebt.

Gestern gaben Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen und Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus zusammen mit den RSAG-Vorständen Yvette Hartmann und Jan Bleis den Startschuss für die Inbetriebnahme. „Jetzt fahren wir nicht nur auf der Schiene, sondern auch auf der Straße elektrisch“, freute sich Yvette Hartmann. Für Warnemünde bedeute das ein weiteres Plus an klimafreundlicher, öffentlicher Mobilität und noch mehr Aufenthaltsqualität für Einwohner und Besucher.

Mit diesen beiden Elektrobussen starte man in eine neue Ära der Mobilität, betonte Jan Bleis, Technik-Vorstand bei der RSAG. Zielstellung sei, ab dem Jahr 2035 gänzlich auf den Einsatz von Dieselbussen zu verzichten und so einen Beitrag zur Erreichung der Rostocker Klimaziele zu leisten. „Alternative Antriebskonzepte sind allerdings noch deutlich teurer als die klassischen Dieselbusse, weshalb eine ergänzende Förderung von Bund und Land  zwingend erforderlich ist“, so Bleis.

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um zwei vollelektrische Iveco E-Way 12-Meter-Standardbusse der Firma Iveco Magirus AG aus Ulm. Vor der Inbetriebnahme stand selbstverständlich die Schulung von Fahrdienst und Werkstatt auf dem Programm.

Die zwei elektrischen Standardbusse bieten jeweils 35 Sitz- und circa 38 Stehplätze. Sie sind an allen Türen stufenlos begehbar und verfügen außerdem über eine Absenkmöglichkeit an der Türseite (Kneeling). Für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sind die E-Busse an der zweiten Tür mit einem Multifunktionsbereich und einer Klapprampe versehen.

Das Innenraumdesign ist modern. Fahrgäste können in den USB-Ladeanschlüssen während der Fahrt ihre mobilen Endgeräte laden, wenn sie ihr Ladekabel dabei haben. Der Fußbodenbelag ist in Laminatoptik gehalten und die neuen Sitzbezüge erstrahlen in frischen Blautönen. Zeitgemäße Doppel-TFT-Monitore sorgen für eine gut lesbare Fahrgastinformation. Auch sind die neuen Busse mit Videoüberwachung und einem Fahrscheinautomaten ausgestattet.

Mit einer Batterieladung sind etwa 210 Kilometer Reichweite möglich. Geladen werden die Elektrobusse über Nacht klassisch per Kabel auf dem RSAG-Busbetriebshof in Rostock-Schmarl. Dafür wurden zwei Ladesäulen der Firma ABB mit einer Ladeleistung von je 55 KW errichtet. Neben den standardmäßigen Sicherheitsausstattungen verfügen die Elektrobusse auch über einen Abbiegeassistenten.

Die Kosten für beide Elektrobusse liegen bei rund 1,1 Millionen Euro. Die Rostocker Straßenbahn AG erhält aus dem Programm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Fördermittel in Höhe von 635.441 Euro. Dazu wurde gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH in den vergangenen Monaten das Projekt zum Klimaschutz, zur Luftschadstoff- und Lärmreduktion im Stadt- und Regionalverkehr in Mecklenburg-Vorpommern aufgelegt.


Foto: Joachim Kloock



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