Warnemünde: Terminalneubau verläuft planmäßig

Sesam öffne dich: Die beiden Rostock Port-Mitarbeiter Frank Schneider (l.) und Dennis Oswald öffnen den Zugang zur neu geschaffenen Einfahrt am südlichen Ende des Terminalbereichs. Sie wird noch in dieser Woche asphaltiert.Sesam öffne dich: Die beiden Rostock Port-Mitarbeiter Frank Schneider (l.) und Dennis Oswald öffnen den Zugang zur neu geschaffenen Einfahrt am südlichen Ende des Terminalbereichs. Sie wird noch in dieser Woche asphaltiert.18. März 2019

Wirft man einen Blick auf die Großbaustelle am Warnemünder Passagierkai mag man es noch kaum glauben, aber der erste Abschnitt des Terminalneubaus am Liegeplatz 8 steht kurz vor seiner Fertigstellung.

Am Mittwoch wird der zweite Teil der Bodenplatte betoniert – der erste ist gut sichtbar schon fertig und der dritte Teilbereich soll in der kommenden Woche folgen. Die Platte wird insgesamt etwa 120 Meter lang, 20 Meter breit und einen halben Meter tief sein. „Wir haben sie dreigeteilt, wobei in jedem Abschnitt 1.000 Tonnen Beton verbaut werden“, informiert Frank Schneider, bei Rostock Port verantwortlich für Hochbau. Ist die gesamte Betonplatte fertig, wird sie am 12. April, und damit vor Beginn der Kreuzfahrtsaison, mit einer Asphaltschicht überzogen. Diese dient als Schutz und soll Ende Oktober mit Wiederaufnahme der Bauarbeiten wieder entfernt werden.

Ebenfalls in dieser Woche wird eine dritte und neue Einfahrt für den Liegeplatz asphaltiert. Bislang gab es nur zwei Möglichkeiten der Erreichbarkeit. „Über die zusätzliche Einfahrt A lenken wir die über das Nordkreuz ankommenden Busse schnell von der Straße ab, um so die Zufahrt zur Fähre zu entlasten. Die Zubringer lassen die Passagiere am Abfertigungsterminal austeigen und fahren dann mit dem Gepäck weiter zum Servicegebäude“, erklärt der stellvertretende Terminalleiter, Dennis Oswald, die ausgeklügelte Logistik. Die Ausfahrt soll über die vorhandenen Zuwegungen – eine davon wird zusätzlich noch erweitert – erfolgen.  

Im Großen und Ganzen ruhen die Bauaktivitäten während der kommenden Kreuzfahrtmonate. Ab dem 24. April wird hoffentlich zum letzten Mal am Liegeplatz 8 das Abfertigungszelt aufgebaut. Einzig am Servicegebäude – es dient später zur Gepäckabfertigung für beide Terminals – soll, wenn keine Schiffe da sind, auch während der Saison weitergearbeitet werden. Für den Start des zweiten Bauabschnitts wurde Anfang November avisiert. „Wir beginnen dann mit dem Hochbau in Stahlbauweise, wobei die einzelnen Elemente beim Stahlbauer schon vorproduziert und hier vor Ort nur noch endmontiert werden“, plant Frank Schneider. Derzeit befinde man sich im Vergabeverfahren. Läuft auch weiterhin alles nach Plan, soll das neue Seetouristische Informations- und Organisationszentrum (SIO), wie die Anlage im Behördendeutsch etwas sperrig benannt ist, im April 2020 fertig sein.

Die Planungen für das neue Kreuzfahrtterminal – bestehend aus einer transparent gestalteten Abfertigungshalle und einem massiven Servicegebäude zwischen den beiden Terminals – lieferte das Rostocker Architekturbüro Bastmann und Zavracky. Der Neubau ist multifunktional angelegt und kann außerhalb der Saison als Veranstaltungsort für bis zu 1.000 Menschen dienen. Schon am Mittwochabend findet im vorhandenen Terminalgebäude am Liegeplatz 7 eine gesellige Abendveranstaltung im Rahmen des Akustikkongresses statt. Bei moderaten Außentemperaturen kann das Warnemünde Cruise Center mittels vorgewärmter Luft auf 20 Grad erwärmt werden.







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