Warnemünde: Strandgaudi brachte 1.575 Euro fürs Turmleuchten

Eine stolze Summe: Gleich nach der Versteigerung überreichte Matthias Treichel (r.) den Anteil fürs Turmleuchten an Leuchtturmchef Klaus Möller (mitte). Erheblichen Anteil am Erfolg der Veranstaltung hatte Auktionator Jörg Mandel (l.), der die Strandkorbversteigerung zum vierten Mal leitete.Eine stolze Summe: Gleich nach der Versteigerung überreichte Matthias Treichel (r.) den Anteil fürs Turmleuchten an Leuchtturmchef Klaus Möller (mitte). Erheblichen Anteil am Erfolg der Veranstaltung hatte Auktionator Jörg Mandel (l.), der die Strandkorbversteigerung zum vierten Mal leitete.31. Oktober 2019

Ob es nun am super Herbstwetter, an der hohen Qualität der angebotenen Ware, dem besonders guten Zweck – immerhin ein Viertel des Erlöses gehen über den Leuchtturmverein direkt in das Warnemünder Turmleuchten – oder an der tollen Stimmung lag, vermag am Ende keiner zu sagen. Fakt ist eins: Die bei der Versteigerung feilgebotenen 28 Strandkörbe gingen weg wie warme Semmeln. Die Erlöse lagen bei 190 bis 260 Euro pro Korb, wobei die 190 nur einmal und die 260 Euro gleich zwei Mal erreicht wurden. „Das ist schon sensationell und in den vier Jahren Strandkorbversteigerung so bislang nicht erreicht“, findet auch Auktionator Jörg Mandel und der muss es wissen, denn schließlich begleitet er den Gaudi an Treichels Strandoase von Beginn an. Etwa 1.000 Gäste in bester Kauflaune genossen heute Nachmittag das Spektakel am Strand von Warnemünde.

Gleich das erste Exemplar ging für 250 Euro nach Jakobsdorf in Vorpommern. „Der Strandkorb findet seinen Platz in unserem Garten“, verrät Iris Basinski, die ob des forschen Bieterverhaltens ihres Mannes Erich zunächst etwas skeptisch war, „aber schließlich unterstützen wir damit ja eine gute Sache“, zeigt sie sich am Ende doch sehr zufrieden. „Ab dem kommenden Jahr sind wir beide Rentner und dann brauchen wir unbedingt auch einen Strandkorb“, freut sich Erich Basinski. Diesen Gedanken unterstützt offenbar auch seine Schwiegermutter, die ihm das Geld für die Versteigerung zum Geburtstag schenkte. Für den Transport nach Hause hatten die Basinskis in weiser Voraussicht schon einen Transporter angemietet.

Immerhin zwei Strandkörbe mit echtem Warnemünder Strandsand gingen für jeweils 260 Euro über den Tisch. Einer davon reist nach Grabow in den Garten von Familie Nau und auch hierbei handelt es sich um ein Geburtstagsgeschenk: „Schon zu meinem 60. Geburtstag hatte ich mir einen Strandkorb gewünscht und zum 61. habe ich von meinen Kindern dann die Strandkorbversteigerung geschenkt bekommen“, freut sich Evelyn Nau. Auch sie und ihr Mann haben den Transport im Vorfeld abgesichert. So ging es Schlag auf Schlag, bis alle 28 Körbe einen neuen Besitzer gefunden hatten. Erstmals wurde während der Versteigerung sogar ein telefonisches Gebot über 220 Euro abgegeben. Dieser Korb geht nach Cottbus.

Alle angebotenen Strandkörbe sind sieben bis acht Jahre alt kosten neuwertig um die 1000 Euro. Zwei der heute versteigerten Strandmöbel bleiben am Strand von Warnemünde, viele andere in Mecklenburg-Vorpommern, zwei gehen nach Frankfurt an der Oder und einer – der letzte mit der Nummer 28 – hat den weitesten Weg nach München. Eine Dame aus Paris hatte zwar eine noch weitere Anreise, ging aber leider leer aus. Das nächste Mal vielleicht…   

„Wir haben die Versteigerung vor vier Jahren erstmals durchgeführt und sie hat sich zu einem echten Renner gemausert“, freut sich Matthias Treichel, Inhaber der Strandoase am Aufgang 4 in Warnemünde. Einen Teil des Erlöses steckt der Unternehmer natürlich immer in die Verjüngung seines Bestandes, aber ein Viertel geht auch immer an den Warnemünder Leuchtturmverein. Und der gibt die 1.575 Euro in diesem Jahr an das Warnemünder Turmleuchten weiter. Bis gestern Nachmittag sind auf dem Spendenkonto zur Rettung von Europas größter Neujahrsinszenierung immerhin 10.887 Euro eingegangen.







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