Warnemünde wird vom 16. bis 18. Juli wieder zum Treffpunkt der besten Rettungssportlerinnen und Rettungssportler. Erstmals richtet die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Strand die Internationalen Deutschen Ocean Meisterschaften aus. Rund 270 Athletinnen und Athleten aus 39 Clubs kämpfen in insgesamt elf Disziplinen und zwei Altersklassen um die ersten deutschen Meistertitel im Strand- und Freigewässer-Rettungssport.
Austragungsort ist die Beach Arena am Warnemünder Strand. Täglich zwischen 8 und 18 Uhr können Besucher die Wettkämpfe bei freiem Eintritt hautnah verfolgen und erleben, wie sich die Teilnehmer den Herausforderungen von Wind, Wellen und Strömung stellen.
Mit den Deutschen Ocean Meisterschaften beginnt für die DLRG eine neue Ära. Das Format löst den bisherigen Internationalen DLRG Cup ab und soll den Freigewässer-Rettungssport in Deutschland weiter stärken.
Offiziell eröffnet werden die Titelkämpfe am Donnerstag um 13 Uhr von DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Nach den letzten Entscheidungen am Sonnabend werden in der Beach Arena die Gesamtsieger geehrt.
„Die Deutschen Ocean Meisterschaften stehen für genau das, was unseren Sport ausmacht. Sie verbinden Höchstleistung, Vielseitigkeit und Teamgeist mit den Herausforderungen von Wind, Wellen und Strömungen. Kein Wettkampf gleicht dem anderen“, sagt Vogt. Gleichzeitig betont sie die besondere Bedeutung des Austragungsortes: „Warnemünde und der DLRG Rettungssport bleiben eng miteinander verbunden. Wir freuen uns darauf, das neue Wettkampfformat den Besuchern in der Beach Arena zu präsentieren.“
Neben den Einzeltiteln steht auch die Clubwertung im Fokus. Ausgezeichnet werden die erfolgreichsten Vereine sowohl bei den Erwachsenen als auch in der erstmals eingeführten Juniorenklasse.
Als Titelanwärter gilt die DLRG Harsewinkel, die den letzten Internationalen DLRG Cup 2025 für sich entscheiden konnte. Nun bietet sich dem Verein die Chance, als erster Club überhaupt den deutschen Meistertitel im Ocean-Rettungssport zu gewinnen.
Für hochklassige Konkurrenz sorgen außerdem Teams aus Australien, Belgien, Dänemark, Schweden und der Schweiz, die das Teilnehmerfeld international bereichern.
Mit der neuen Juniorenwertung setzt die DLRG bewusst auf die Förderung junger Talente. Nachwuchs-Rettungssportler sammeln so früh Erfahrungen in den anspruchsvollen Freigewässer-Disziplinen und können sich Schritt für Schritt an die nationale Spitze heranarbeiten.
Die Premiere in Warnemünde steht zugleich für die Weiterentwicklung des Rettungssports in Deutschland. Denn die Sportart könnte schon bald olympisch werden: Für die Olympischen Spiele 2032 in Brisbane gilt Rettungssport als möglicher Programmpunkt. Eine Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees wird voraussichtlich noch in diesem Jahr erwartet.
Rettungssport ist weit mehr als ein Wettkampf. Er entstand aus dem Gedanken, Menschen für den Wasserrettungsdienst zu begeistern und Rettungstechniken unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Gute Rettungssportler sind zugleich hervorragend ausgebildete Rettungsschwimmer. Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und der sichere Umgang mit Rettungsgeräten entscheiden dabei nicht nur über Medaillen – sie können im Ernstfall auch Leben retten.
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