Der Sommer ist an die Warnow zurückgekehrt. Nach dem abziehenden Baltikum-Tief herrschten gestern wieder ideale Bedingungen: Nordwestwind, der auf West dreht, bei 11 bis 13 Knoten – perfektes Segelwetter.
Auf der Bahn Bravo vor Warnemünde segelten die Kinder drei Rennen. Mit fünf Wettfahrten liegt die Meisterschaft im Zeitplan.
Nach zwei Tagen führt der Österreicher Jakob Gsell vor der Dänin Tora Aviaya Hammershøj Callesen, die nur zwei Punkte zurückliegt. Noch fünf Rennen an zwei Tagen stehen an – die Entscheidung ist offen.
„Wir hatten Sonne, Wind – was will man mehr? Die Welle hätte länger sein können, aber es hat gepasst“, sagt Silja Braun. Mit ihrer Schwester Jonna gewann sie zwei Rennen. Punktgleich auf Platz drei folgen Denis Trötschel mit Jörg Diestelmann sowie Alexander Bikupek und Sven Wirtz. „Für uns ist weniger Wind besser. Bei mehr Wind werden die schwereren Crews schneller“, erklärt Braun.
Nach dem annullierten Rennen am Vortag segelten die Kielzugvögel gestern drei Wettfahrten. „Wir hatten optimale Bedingungen“, sagt Wettfahrtleiter Jan Büttner. Beim Start kollidierten drei Boote – eines musste mit Wassereinbruch gekrant werden, die anderen beiden starten heute wahrscheinlich wieder. Frank Schönfeldt führt vor Axel Fischer und Benjamin Auerbach.
Die 15 Crews der J/70-Klasse waren begeistert. Bei zwölf Knoten und leichter Welle zeigte die Klasse ihr Potenzial. „Es waren perfekte Bedingungen. Besser geht es nicht“, sagt Mats Schönebeck vom NRV. Seine Crew, die zum ersten Mal in dieser Besetzung antritt, führt mit zwei ersten und einem zweiten Platz.
Wettfahrtleiterin Svenja Herziger hofft, dass der Wind nicht unter fünf Knoten fällt: „Viele Nullstarts – sehr professionell!“
Auch das Marinestützpunktkommando Warnemünde war am Start. Acht Marinekutter segelten bei idealen Bedingungen um den Wanderpreis des Standortältesten. Nach vier Wettfahrten führt Boot K71.
Kommentieren Sie den Artikel