„Von Ort zu Ort“: Zwei Berlinerinnen in Warnemünde

Die Künstlerin Christina Renker ist für ihre charakteristischen Keramikköpfe bekannt. Die Künstlerin Christina Renker ist für ihre charakteristischen Keramikköpfe bekannt. (1 weiteres Bild)16. Mai 2019

Zwei der anerkanntesten Berliner Künstlerinnen stellen erstmals gemeinsam in der Galerie Möller Warnemünde aus.

Die in Altenburg geborene Christina Renker hatte schon 2007eine Personalausstellung in der Galerie am Alten Strom. Nach ihrer Töpferlehre in Bürgel und einem Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee lebt und arbeitet sie freiberuflich in Berlin-Pankow.

Dass sie auch international sehr anerkannt ist, zeigen ihre Beteiligungen an Ausstellungen und Symposien wie den Keramikbiennalen in Faenza, Sopot und Valauris.

Die Arbeiten Christina Renkers sind schwer einzuordnen und der bildenden Kunst näher, als der angewandten. Neben ihren gebauten Objekten und Skulpturen gibt es immer wieder auch Keramiken für den Gebrauch. Diese bezeugen dass Kunst und Handwerk für sie keine Gegensätze sind. Am eindrücklichsten aber sind ihre „Köpfe“. Mit Farben verleiht sie ihnen zeitlose Individualität, ohne portraithaft abbildend sein zu wollen. In Warnemünde gewährt Christina Renker einen Einblick in das gesamte Spektrum ihrer Werkstatt.

Auch für Ursula Strozynski ist seit 1977 Berlin der „Kulturboden“, den sie zum Leben und Arbeiten braucht. 1954 in Dingelstädt im Eichsfeld geboren, studierte sie Mitte der 70er Jahre Architektur an der TU Dresden. Damals galt die Zeichnung noch als die Mutter aller Künste, insbesondere auch der Architektur. Ihre Karriere als Diplom-Ingenieurin gab sie sehr schnell zugunsten einer Existenz als freischaffende Künstlerin auf. Der Bruch war radikal, denn er bedeutete die Aufgabe der sozialen Sicherheit. Er schuf aber andererseits die uneingeschränkte Freiheit, endlich all das in ihr Schlummernde auszudrücken zu können.

Im grafischen Werk von Ursula Strozynski ist der Hang zur Architektur unübersehbar. Ihr Blick gilt dem Unspektakulären, den „Nebenstraßen“, die sie mit eigenem verknapptem Rhythmus in Zeichnung und hauptsächlich Kaltnadelradierung einfängt.

Die Arbeiten beider Künstlerinnen sind in vielen internationalen Sammlungen zu finden. Beide leben in Berlin-Pankow.

Die Ausstellung in der Galerie Möller, Am Strom 68, wird heute um 19.00 Uhr von dem Kunstwissenschaftler Ulrich Kavka eröffnet und ist bis zum 25. Juni zu sehen. Der Perkussionist Ronny Bruch hat den musikalischen Part übernommen.

Fotos: Galerie Möller



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