Die Ostsee steht auch in diesem Sommer wieder im Mittelpunkt spannender Wissenschaft. Mit der beliebten Vortragsreihe „Warnemünder Abende“ lädt das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) vom 9. Juli bis 27. August immer donnerstags um 18.30 Uhr zu kostenfreien Vorträgen ein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IOW sowie befreundeter Institutionen geben dabei verständliche Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und freuen sich auf den Austausch mit dem Publikum.
Die Themen reichen von den Folgen der Nord-Stream-Pipeline-Sprengungen über Mikroplastik und den Klimawandel bis hin zu Seegraswiesen und gesundheitlichen Risiken durch Vibrionen. Alle Interessierten sind eingeladen, zuzuhören, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.
Den ersten Vortrag gestalten IOW-Direktorin Heide Schulz-Vogt gemeinsam mit ihrer Masterstudentin Ella Danae Schorling von der Universität Rostock. Sie nehmen die Besucher mit in die faszinierende Welt sulfidoxidierender Bakterien und zeigen, welche unverzichtbare Rolle diese Mikroorganismen für das empfindliche Ökosystem der Ostsee spielen.
Im weiteren Verlauf der Reihe widmen sich die Referierenden hochaktuellen Fragestellungen: Wie konnten Forschende die gewaltige Methanfreisetzung nach der Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines im September 2022 nachweisen? Welche Folgen hat der Klimawandel bereits heute für die Ostsee und die Menschen an ihren Küsten? Warum gelten Seegraswiesen als Hoffnungsträger für gesündere Küstenökosysteme? Und wie gelangt Mikroplastik selbst in entlegene Meeresgebiete?
Auch gesundheitliche Aspekte kommen zur Sprache. So beleuchtet ein Vortrag die zunehmende Verbreitung von Vibrionen – Bakterien, die sich bei hohen Wassertemperaturen besonders stark vermehren und in seltenen Fällen schwere Infektionen verursachen können.
Ein besonderer Programmpunkt erwartet die Besucher am 1. August. Anlässlich des Internationalen Tags der Meeresschutzgebiete veranstalten das Bundesamt für Naturschutz und das IOW gemeinsam einen Themenabend. Bereits um 18 Uhr beginnt ein Vortrag mit begleitenden interaktiven Infoständen. Im Mittelpunkt steht die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung für den Schutz küstenferner mariner Ökosysteme.
Den Abschluss der diesjährigen Vortragsreihe gestaltet Hanno Hochmuth. Mit einer Lesung aus seinem Buch „Mein Warnemünde“ richtet er den Blick auf die jüngere Geschichte des Ostseebades. Dabei stehen weniger wissenschaftliche Erkenntnisse als vielmehr die Identität und Entwicklung Warnemündes im Mittelpunkt.
Die „Warnemünder Abende“ finden vom 9. Juli bis 27. August jeweils donnerstags um 18.30 Uhr im großen Vortragssaal des IOW in der Seestraße 15 statt. Einzige Ausnahme ist die Veranstaltung zum Internationalen Tag der Meeresschutzgebiete am 1. August, die bereits um 18 Uhr beginnt. Der Zugang erfolgt über den Haupteingang am Kurpark. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei.
Das vollständige Programm mit allen Terminen, Themen und Referierenden ist auf der Internetseite des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde veröffentlicht.
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