Olympisches Flair wehte am Sonnabend durch die Wal-Strandbar. Bei einer hochkarätig besetzten Talkrunde zur Olympia-Bewerbung diskutierten erfolgreiche Olympiateilnehmerinnen und Olympiateilnehmer gemeinsam mit und Vertretern aus Politik und Sport über die Chancen einer Austragung der olympischen Segelwettbewerbe in Warnemünde.
Moderator Heiko Lex, Referent für Sportvereine und Olympia-Bewerbung der Stadt Rostock, begrüßte dazu prominente Gäste auf der Bühne. Mit dabei waren die mehrfache Olympiasiegerin und Kanutin Ramona Portwich, die Turmspringerin und Olympiasilbermedaillengewinnerin Annika Walter sowie Langstreckenläufer Hansjörg Kunze, der 1988 in Seoul Bronze gewann. Ebenfalls an der Diskussion beteiligten sich Mecklenburg-Vorpommerns Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport Stefanie Drese sowie Rostocks Sportsenator Steffen Bockhahn.
Im Mittelpunkt standen die persönlichen Erfahrungen der ehemaligen Spitzenathleten und die Frage, welche Chancen Olympische Spiele für MV bieten würden. Einig waren sich alle Beteiligten: Für Sportler sind Olympische Spiele der absolute Höhepunkt einer Karriere – ganz besonders dann, wenn sie im eigenen Land stattfinden.
Annika Walter sieht in einer möglichen Austragung der Segelwettbewerbe in Warnemünde enormes Potenzial. Sollte Olympia an die Ostsee kommen, erwarte sie „einen gigantischen Effekt auf Mecklenburg-Vorpommern“.
Auch Hansjörg Kunze, seit 2022 Präsident des Leichtathletik-Verbandes Mecklenburg-Vorpommern, sprach sich klar für die Bewerbung aus. Die Olympischen Spiele seien aus sportlicher Sicht die wertvollste Marke überhaupt. Für einen Standort wie Rostock lohne es sich deshalb in jedem Fall, um den Zuschlag zu kämpfen. Eine erfolgreiche Bewerbung würde die Region weltweit in den Fokus rücken.
Ministerin Stefanie Drese unterstrich ebenfalls die enorme Bedeutung Olympischer Spiele. „Das sind die Weltspiele des Sports. Da treffen sich alle Topathletinnen und -athleten zu den Olympischen Spielen. So etwas vor Ort hier in Mecklenburg-Vorpommern in Rostock zu haben, ist natürlich auch aus sportpolitischer Sicht eine gute Gelegenheit, nicht nur zu zeigen, dass wir das können, sondern auch um zu zeigen, dass es sich vom Breitensport bis zum Spitzensport lohnt, auf ein Ereignis hin zu trainieren“, sagte die Ministerin.
Zum Abschluss zog die Runde ein optimistisches Fazit. Rostock und Warnemünde verfügen mit ihrem erstklassigen Segelrevier über beste Voraussetzungen für olympische Wettbewerbe. Hinzu kommen kurze Wege, die Nähe zwischen Sport und Publikum sowie nachhaltige Konzepte – etwa die Idee eines Olympischen Dorfes auf einem Kreuzfahrtschiff.
Für die Teilnehmer der Talkrunde war deshalb klar: Die Region bringt beste Argumente mit, um die olympischen Segelwettbewerbe an die Ostsee zu holen.
Kommentieren Sie den Artikel