Für die Seesegler beginnt einer der Höhepunkte der 88. Warnemünder Woche: Heute startet die traditionsreiche Langstreckenregatta Rund Bornholm. 34 Crews nehmen die rund 250 Seemeilen lange Strecke in Angriff – und die Wetterprognosen versprechen eine ebenso schnelle wie anspruchsvolle Wettfahrt.
Los geht es um 12 Uhr vor Warnemünde. Zunächst dürfen sich die Teams auf rund 15 Knoten Wind aus westlicher Richtung einstellen. Doch schon im Laufe des Nachmittags soll ein Tief über Finnland für zunehmenden Wind sorgen. Auf dem ersten Streckenabschnitt Richtung Bornholm könnten die Yachten dadurch mit hoher Geschwindigkeit über die Ostsee surfen.
Die Bedingungen lassen sogar Raum für Spekulationen über einen neuen Streckenrekord. Titelverteidiger in dieser Disziplin ist die Ospa von Otto Timm. Der ehemalige Ocean-Racer benötigte bei der Regatta 2019 lediglich 24 Stunden, 54 Minuten und 23 Sekunden für die komplette Umrundung der dänischen Insel. Auch in diesem Jahr ist die Ospa wieder am Start.
Spannend dürfte erneut der Kampf um den Titel des „First Ship Home“ werden. Regelmäßig liefern sich die Ospa und die illbruck von Oliver Schmidt-Rybandt, ebenfalls ein ehemaliger Ocean-Racer, ein packendes Duell um die schnellste Gesamtzeit.
Während die schnelle Hinfahrt auf reichlich Tempo hoffen lässt, könnte der Rückweg zur eigentlichen Herausforderung werden. In der Nacht von Montag auf Dienstag soll der Wind weiter zulegen, einzelne Böen könnten sogar bis zu zehn Beaufort erreichen. Schiebt der Westwind das Feld zunächst zügig nach Bornholm, müssen die Crews auf dem Rückweg gegen Wind und Welle ankämpfen – eine echte Kraftprobe für Mensch und Material.
Auch an Land können Segelfans das Geschehen hautnah verfolgen. Wie bereits im vergangenen Jahr wird der Start der Regatta live auf der Bühne der Strand Arena Warnemünde übertragen. Ab 11.30 Uhr erklärt Moderator Uli Groß die Startmanöver und gibt spannende Einblicke in das Geschehen auf dem Wasser. So kommen nicht nur Segelkenner, sondern auch Zuschauer ohne Regatta-Erfahrung auf ihre Kosten und können den Auftakt des Langstreckenklassikers aus bester Perspektive miterleben.
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