Vernissage: Jazz trifft auf Opern-Diva

Olav Thune vereinfacht die Figuren, um das Wesentliche zu vermitteln.  Seine Farben sind kräftig, der Farbauftrag stark pastös.Olav Thune vereinfacht die Figuren, um das Wesentliche zu vermitteln. Seine Farben sind kräftig, der Farbauftrag stark pastös. (1 weiteres Bild)04. September 2018

Malereien des Norwegers Olav Thune und Schmuckkollektionen von Sabine Lang werden ab Donnerstag, 6. September, 19.00 Uhr, in der Galerie Möller, Am Strom 68, zu sehen sein.

Seit Olav Thune 2005 erstmals in der Galerie Möller ausstellte – es war seine erste Personalausstellung in Deutschland überhaupt – gehört er zum festen Künstlerstamm des Warnemünder Galeristenpaares.

Thune wurde 1941 in einem kleinen Ort in Westnorwegen geboren und arbeitete ursprünglich im Gesundheitswesen. Immer dann, wenn er nicht von den Patienten gebraucht wurde, malte er. Erst mit 47 Jahren wagte er den großen Schritt in die Öffentlichkeit und später in die Selbständigkeit. Sein Ausstellungsdebüt hatte er 1988 in der UKS (Gesellschaft jüngerer Künstler) in Oslo. Zuvor nahm er privaten Kunstunterricht bei Malern in Oslo und studierte von 1985 bis 88 an der dortigen Mal- und Zeichenschule. 1997 und 98 war er zudem Gaststudent an der Hochschule für bildende Künste in Dresden. Mittlerweile ist Olav Thune in seinem Land ein anerkannter und erfolgreicher Künstler. Er liebt Kinder und hat selbst drei Töchter. Das Naive, das Ehrliche liebt er an ihnen und möchte das Kindliche auch in sich selbst bewahren.

Die Vorliebe der Galeristin für Schmuck aus alternativen Materialien ließ sie auf die in Hamburg lebende Sabine Lang aufmerksam werden.

Seit ihrem Diplom an der Fachhochschule Düsseldorf im Sommer 2005 schafft Sabine Lang unter anderem Schmuck aus transparentem Kunststoff. Ihre Vorliebe für dieses Material liegt in dem Geheimnis, das es klar ist wie Wasser, kaum zu sehen und doch durch seinen Glanz auffällt. Ihre luftige Schmuckkollektion Bubbles erscheint so, als sei die Trägerin gerade dem Bade entstiegen und habe den Badeschaum, zu einem Schmuckstück arrangiert, mitgenommen.

Ihre Arbeiten aus Gold und Silber orientieren sich oft an amorphen Formen des Meeres. Die Schmuckdesignerin hat dabei ein besonderes Faible für der Natur entliehene Oberflächenstrukturen. Eine Technik liegt ihr dabei besonders am Herzen: der Sepiaguss. Dabei wird das heiße Metall in den vorbereiteten Schlup des Tintenfischs gegossen. Die Strukturen, die sich im Schulp befinden formen sich auf das Metall ab, sind individuell wie ein Fingerabdruck und jedes Schmuckstück damit eine Besonderheit.

Zur Vernissage am Donnerstag um 19.00 Uhr ist Jaqueline Boulanger im Duett mit Opern-Diva Aukse Petroni zu erleben. Die Arbeiten von Olav Thune und Sabine Lang sind in der Galerie Möller noch bis zum 16. Oktober zu sehen.

Fotos: Veranstalter



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