Umbau des Bahnhofs Warnemünde beginnt

Im Rahmen der Modernisierung des Bahnhofs Warnemünde wird auch der Spurplan verändert. Im Rahmen der Modernisierung des Bahnhofs Warnemünde wird auch der Spurplan verändert. 11. Oktober 2018

Mit einer grundhaften Modernisierung wird auf dem Warnemünder Bahnhof dieser Tage ein neues Kapitel aufgeschlagen. Das Vorhaben verspricht eine deutliche Verbesserung für alle Anwohner, Reisende, mobilitätseingeschränkte Personen und Kreuzfahrttouristen. Der nördlichste Bahnhof der Stadt ist ein wichtiger Knotenpunkt. Hier starten und enden S-Bahnen, Fern- und Regionalzüge, Fähren von und nach Hohe Düne und natürlich Kreuzfahrtschiffe. Außerdem sind der Alte Strom mit dem Ortskern und der breite Ostseestrand in wenigen Gehminuten erreichbar. Für die unzähligen Urlauber, Fahrgäste und Passagiere gibt es jedoch bislang keinen barrierefreien Übergang.

Das soll sich ändern und damit sind glücklicherweise auch die Stunden des maroden Bahnhofstunnels gezählt. Ende nächsten Jahres soll dieser nämlich zurückgebaut und durch einen neuen, barrierefreien Übergang im nördlichen Bereich des Bahnhofs ersetzt werden. Damit wird ein bequemer Übergang zwischen Zug, Stadt und Schiff geschaffen. Zusätzlich werden zwei neue Fernverkehrsbahnsteige 4 und 5 mit einer Länge von jeweils 370 Metern errichtet. Der sogenannte Kreuzfahrerbahnsteig 5 soll künftig über drei direkte Zugänge vom Passagierkai aus erreichbar sein.

Darüber hinaus wird der Spurplan im Bereich des Bahnhofs Warnemünde erweitert. Dazu werden Gleise zum Teil in der Lage angepasst und ihr Oberbau erneuert. Oberleitungen, Telekommunikationsanlagen sowie elektrische Weichenheizungen werden ebenfalls erneuert. Auch ein digitales Stellwerk soll errichtet werden. Dabei handelt es sich um die neueste Generation von Stellwerken, mit Warnemünde als Pilotprojekt. Nach den Vorgaben des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern werden außerdem Arbeiten zum Hochwasserschutz umgesetzt.

Das Vorhaben ist in zwei Bauabschnitte unterteilt. In der ersten Etappe soll ab dem 22. Oktober  im Rahmen des Zukunftsprogramms „Digitale Schiene Deutschland“ für den Abschnitt Warnemünde Werft – Rostock-Bramow bis September 2019 das neue Stellwerk gebaut werden. Die Baustelleneinrichtung und auch erste Materiallieferungen begannen bereits Anfang dieser Woche.

Auf den Ausfall von S-Bahnen müssen sich alle Reisenden vom 22. Oktober bis 21. November 2018 einstellen: Wegen des Einbaus neuer Weichen, der Anpassung von Oberleitungen sowie der Errichtung neuer Fundamente und Masten wird die Bahnstrecke dann zwischen Warnemünde und Rostock-Marienehe voll gesperrt. In diesem Zeitraum beginnen und enden alle S-Bahnen in Marienehe anstatt in Warnemünde. Für die weiterführende Strecke von und nach Warnemünde wird ein Schienenersatzverkehr angeboten.   

Ab Oktober 2019 folgt in der zweiten Baustufe der Umbau des Bahnhofs Warnemünde. „Der Tunnel am Bahnhof Warnemünde kann noch bis September 2019 benutzt werden“, informiert Bahnsprecher Gisbert Gahler. Bis Mai 2020 soll der Umbau des Bahnhofs Warnemünde abgeschlossen sein.

Foto: DB Netz AG



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