Im historischen Teil des Zoo Rostock hat ein bedeutendes Sanierungsprojekt begonnen: Das Südamerika-Haus ist seit dieser Woche für mehrere Monate geschlossen und wird grundlegend modernisiert. Ziel der Arbeiten ist es, die beliebte Tieranlage technisch zu erneuern, tiergerechter zu gestalten und langfristig für den Schutz bedrohter Arten weiterzuentwickeln.
Parallel dazu schreiten auch die Arbeiten am denkmalgeschützten Eingangsbereich an der Trotzenburg in Richtung Abschluss. Damit wird nicht nur ein zentraler Zugang des historischen Zooteils aufgewertet, sondern auch ein wichtiges Stück Zoo-Geschichte bewahrt und gleichzeitig fit für die Zukunft gemacht.
Das 1998 eröffnete Südamerika-Haus erhält im Zuge der Sanierung eine umfassende technische und bauliche Überarbeitung. Geplant sind unter anderem neue Heizungs- und Lüftungssysteme, modernisierte Bodengründe für bessere Begehbarkeit sowie widerstandsfähigere Wandoberflächen. Auch die Kletter- und Strukturflächen für die Tiere werden erneuert und angepasst.
Darüber hinaus werden einzelne Gehegebereiche neu geordnet und teilweise zusammengelegt. Dadurch entstehen künftig mehr Raum und vielfältigere Nutzungsmöglichkeiten für die tierischen Bewohner. Der Zoo setzt damit ein klares Zeichen: Die Modernisierung bestehender Anlagen ist ebenso wichtig wie große Neubauprojekte.
„Mit dem Südamerika-Haus investieren wir gezielt in eine unserer beliebten Tieranlagen“, betont Zoo-Vertreterin Antje Angeli. „Mit modernen technischen Lösungen und verbesserten Haltungsbedingungen schaffen wir die Voraussetzungen, künftig noch mehr stark bedrohte Tierarten in den Fokus zu stellen und unser Engagement im Natur- und Artenschutz weiter auszubauen.“
Während der Bauphase sind die Tiere vorübergehend im gesamten Zoo verteilt untergebracht. Die Rothandtamarine sind auf die bisherige Tamarin-Insel zwischen Aquarium und dem Gehege der Baumkängurus gezogen. Weitere Tiere finden im Altweltaffen-Haus oder im Darwineum im neuen Zooteil ein temporäres Zuhause und sind dort für Besucherinnen und Besucher nicht zu sehen.
Nach der Wiedereröffnung, die für 2027 vorgesehen ist, soll das Südamerika-Haus weiterhin thematisch dem südamerikanischen Kontinent gewidmet bleiben – jedoch mit einer schrittweisen Neuausrichtung des Tierbestandes. Künftig sollen vermehrt Arten gehalten werden, die stärker bedroht sind als bisher vertretene Tierarten.
Einige weniger gefährdete Arten könnten dadurch langfristig ersetzt werden. Fest steht bereits, dass die Rothandtamarine dauerhaft auf der Tamarin-Insel bleiben sollen, um den Artenschutzgedanken sichtbar zu stärken.
Der Zoo Rostock begleitet die Bauarbeiten künftig mit einem digitalen Bautagebuch und informiert regelmäßig über den Fortschritt der umfangreichen Modernisierung im historischen Zooteil.
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