Während auf der Ostsee um Titel, Pokale und Ranglistenpunkte gesegelt wird, bietet die 88. Warnemünder Woche auch an Land ein abwechslungsreiches Programm. Besucher können hochklassigen Sport erleben, gemeinsam singen, tanzen oder sich bei einer außergewöhnlichen Yoga-Session auspowern. Mit der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Rollstuhlfechten feiert zudem ein sportliches Highlight seine Premiere in Warnemünde.
Erstmals wird parallel zur Warnemünder Woche die Internationale Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlfechten ausgetragen. Am 11. und 12. Juli treffen sich im Bernsteinsaal des Hotel Neptun 35 bis 40 Para-Sportlerinnen und Para-Sportler aus Deutschland, aus dem Baltikum, Finnland, Polen und dem Balkan. Gefechten wird in den Disziplinen Florett, Säbel und Degen. Viele der Teilnehmer treten dabei gleich in mehreren Waffengattungen an.
Als großer Favorit gilt Maurice Schmidt. Der deutsche Para-Fechter gewann bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris die Goldmedaille und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. „Wir freuen uns sehr, einen Spitzenathleten wie Maurice Schmidt bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft in Warnemünde begrüßen zu dürfen“, sagt Reno Tiede, Geschäftsführer des Verbands für Behinderten- und Rehabilitationssport Mecklenburg-Vorpommern (VBRS MV). Auch der jungen Nachwuchsfechterin Alea Wesemann aus dem Rostocker Raum werden gute Chancen auf eine Medaille eingeräumt.
Dass die Meisterschaft in diesem Jahr im Rahmen der Warnemünder Woche stattfindet, ist kein Zufall. „Wir haben den Termin bewusst in die Warnemünder Woche gelegt, weil wir uns dadurch für den Para-Sport mehr Sichtbarkeit erhoffen. Wir freuen uns sehr, Bestandteil der Warnemünder Woche zu sein“, erklärt Tiede.
Rollstuhlfechten zählt seit 1960 zu den paralympischen Disziplinen. Anders als beim olympischen Fechten bewegen sich die Athleten nicht über die Fechtbahn, sondern treten aus fest fixierten Rollstühlen gegeneinander an. Die Regeln orientieren sich weitgehend am olympischen Fechten.
Die Internationale Meisterschaft im Rollstuhlfechten findet am Sonnabend, 11. Juli, von 11 bis 20 Uhr und am Sonntag, 12. Juli, von 10 bis 14 Uhr im Hotel Neptun statt. Zuschauer sind an beiden Wettkampftagen willkommen. Bis auf die Finalkämpfe ist der Eintritt frei. Für die Entscheidungen am Sonnabendabend und Sonntagnachmittag stehen vor Ort nur begrenzte Ticketkontingente zur Verfügung. Cheerleader, ein DJ sowie gastronomische Angebote sorgen zusätzlich für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Wer lieber selbst aktiv werden möchte, findet bei der Warnemünder Woche ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten. Eine besondere Premiere feiert dabei das Techno-Yoga in der Strand Arena Warnemünde. Am 6. Juli von 19 bis 20.30 Uhr verbinden Kali Ananda und Hearte elektronische Beats mit Bewegung, Tanz und Yoga.
Die 90-minütige Session vereint dynamische Vinyasa-Flows, ruhiges Yin-Yoga, klassische Hatha-Elemente und eine abschließende Tiefenentspannung. Die ungewöhnliche Mischung aus Clubatmosphäre und Yoga soll Körper und Geist gleichermaßen in Bewegung bringen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei. Lediglich eine eigene Matte sollte mitgebracht werden.
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr kehren auch die offenen Tanzkurse an den Teepott zurück. Mehrfach haben Besucher die Gelegenheit, unter professioneller Anleitung erste Schritte zu lernen oder vorhandene Kenntnisse aufzufrischen.
Dabei reicht das Angebot von temperamentvollen Salsa-Kursen mit Tabéalo (5. Juli 14 bis 16 Uhr und 10. Juli 13.30 bis 15.30 Uhr) über einen Swing-Abend mit der Swing Connection Rostock und der Liveband „Swingerstreet 4“ (7. Juli 18 bis 21 Uhr) bis hin zu einem speziellen Tanzkurs für Kinder (10. Juli 15.30 bis 17 Uhr). Die Veranstaltungen sind kostenfrei und richten sich ausdrücklich an alle, die Lust auf Bewegung und Musik haben.
Musikalisch wird es auch am Wiro-Ausguck auf der Mittelmole. Dort lädt die Wiro erneut zu „RoSi – Rostock singt“ ein. Bei dem beliebten Mitsingformat stehen nicht professionelle Sänger im Mittelpunkt, sondern die Freude am gemeinsamen Musizieren. Besucher können kostenlos dabei sein und bekannte Lieder gemeinsam anstimmen.
Wer anschließend noch bleiben möchte, kann den Abend bei den ebenfalls kostenfreien Wiro-Wunschfilmen ausklingen lassen, die an mehreren Abenden auf der Mittelmole gezeigt werden.
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