Seenotretter halfen orientierungslosem Angler

Im immer dichter werdenden Nebel hat ein Angler am Dienstagabend nordöstlich von Rostock die Orientierung verloren.Im immer dichter werdenden Nebel hat ein Angler am Dienstagabend nordöstlich von Rostock die Orientierung verloren.22. Mai 2019

Mit einem kleinen Schlauchboot war gestern gegen Mittag ein 65-jähriger Mann im Ortsteil Neuhaus des Ostseebades Dierhagen zum Angeln aufgebrochen. Als sich in den Abendstunden der Nebel immer weiter verdichtete und er das Land nicht mehr sehen konnte, verlor er die Orientierung. Per Mobiltelefon informierte er gegen 18.00 Uhr seine Frau über seine Notsituation. Sie alarmierte daraufhin die Seenotretter.

Die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schickte umgehend den Seenotrettungskreuzer Arkona/Station Warnemünde und das Seenotrettungsboot Barsch/Station Wustrow in den Einsatz. Außerdem sendete Bremen Rescue Radio der DGzRS eine Dringlichkeitsmeldung aus, mit der die Seenotküstenfunkstelle die gesamte Schifffahrt im Seegebiet zur erhöhten Aufmerksamkeit aufrief. Daraufhin meldete sich der Windparkversorger Windcat 28 und bot seine Hilfe an.

Gemeinsam mit den Seenotrettern und der Freiwilligen Feuerwehr Dierhagen suchte die Besatzung des Windparkversorgers die Küste zwischen Graal-Müritz und Dierhagen ab. Mit einer akustischen Peilung gelang es den Seenotrettern schließlich, das Suchgebiet einzugrenzen. Der Angler konnte das Typhon-Signal der Windcat 28 deutlich hören – fast zeitgleich entdeckte die Besatzung des Windkraftversorgers gegen 19.00 Uhr das weiße Schlauchboot etwa 1,5 Kilometer vor der Küste.

Der Mann war wohlauf und benötigte keine medizinische Versorgung. Die Freiwillige Feuerwehr Dierhagen übernahm den Angler und brachte ihn samt Schlauchboot an Land. Zur Sicherheit begleiteten die freiwilligen Seenotretter aus Wustrow den Schleppverband mit der Barsch.

Zum Einsatzzeitpunkt herrschten bei einer leichten Brise aus westnordwestlicher Richtung lediglich Sichtweiten von teilweise unter 500 Metern.

Foto: Die Seenotretter – DGzRS



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