Perfekte Bedingungen beim 45. Weihnachtstauchen

Tauchen hält jung: Vereinssprecher Bode Herzig (l.) begleitet den 75-jährigen Werner Koch zum Einstieg.Tauchen hält jung: Vereinssprecher Bode Herzig (l.) begleitet den 75-jährigen Werner Koch zum Einstieg.14. Dezember 2019

Drei Grad Luft, sechs Grad Wasser, kein Regen und kein Wind – ideale Bedingungen also für das 45. Weihnachtstauchen, zu dem der Tauchsportclub Warnemünde e.V. (TSCW) heute Vormittag eingeladen hatte. Das Publikumsinteresse war dementsprechend groß, auch wenn den meisten dick eingemummelten Zuschauern angesichts der unwirtlichen Temperaturen das Grausen ins Gesicht geschrieben stand.

„Die Sicht ist heute super“, befand Vereinssprecher Bodo Herzig, als sich die 25 Taucher – immer mindestens zu zweit – ins Wasser verabschiedeten. Sie alle mussten vom Vereinsgebäude am südlichen Alten Strom unter Wasser den Weg zur Bahnhofsbrücke finden, am dort befestigten, hell erleuchteten Tannenbaum „anschlagen“, um schließlich über Wasser wieder zurückschwimmen. „Nicht besonders anspruchsvoll, aber dafür mit hohem Spaßfaktor“, so Bodo Herzig. Obendrein gab es auch wieder den Wettbewerb um die schönste selbstgebastelte Boje. Gewonnen hat Jan Kaden aus Berlin, der schon zum vierten Mal und immer mit selbstgebasteltem Schwimmkörper am Warnemünder Weihnachtstauchen teilnahm. Als Belohnung warteten am Ende auf alle Teilnehmer Heißgetränke mit und ohne, Kesselgulasch, Rauch- und Bratwurst. Zudem durften sich die Vereinsmitglieder über einen Weihnachtskarpfen freuen. Wie immer waren auch Vertreter anderer Vereine eingeladen und willkommen. Sie gesellten sich aus Rostock, Greifswald und Berlin in die gut gelaunte Runde. Schon zum fünften Mal begleiteten die Eisbader der Rostocker Seehunde den Gaudi.

Traditionell bildet der Weihnachtstauchen den Jahresabschluss beim TSCW.  Eine feste Größe ist neben Weihnachtsmann und Weihnachtsengel auch das Trompetenspiel von Erhard Kuban. Der Rentner ist Vereinsmitglied und Trompetenspieler in der evangelischen Kirchengemeinde Evershagen. Auch wenn ihm für Tauchgänge momentan die Zeit fehlt, spielte er weihnachtliche Stücke auf seiner Trompete. Irgendwann, so Kuban, steige ich auch wieder ein. „Doch dafür brauche ich erstmal einen neuen Anzug, denn der alte passt nicht mehr – das bringt das Rentnerdasein so mit sich.“

Lebender Beweis dafür, dass der Tauchsport jung und fit hält, ist der 75-jährige Werner Koch. Auch er war heute unter den aktiven Tauchern und hat bislang kaum ein Weihnachtstauchen verpasst. Es war sein 40.







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