Neues aus dem Heimatmuseum

Tischlermeister Harald Klöcking fachsimpelt mit Karin Scarbarth, Leiterin der Warnemünder Trachtengruppe, im Heimatmuseum über den Fischerstab, für den er ebenso wie für Schiffer- und Schiffbauerstab eine neue Halterung angefertigt hat. Foto: Sabine SchubertTischlermeister Harald Klöcking fachsimpelt mit Karin Scarbarth, Leiterin der Warnemünder Trachtengruppe, im Heimatmuseum über den Fischerstab, für den er ebenso wie für Schiffer- und Schiffbauerstab eine neue Halterung angefertigt hat. Foto: Sabine Schubert24. Juli 2020

Tischlermeister Harald Klöcking – seine Werkstatt befindet sich nur einen Steinwurf vom Warnemünder Heimatmuseum entfernt – ist einem Hilferuf von Museumsleiter Christoph Wegner in die Alexandrinenstraße 31 gefolgt.

Dort haben seit Jahren drei sogenannte Mitschließerstäbe ihren Platz. Diese werden bei einem jeden „Ümgang“ mitgeführt. Doch mit der Umgestaltung der Dauerausstellung sollten sie ansprechender präsentiert werden. „Eine Halterung aus Kiefernholz habe ich für diese drei Stäbe angefertigt. Nun haben sie ihren Standort in Nachbarschaft jener Figuren gefunden, die in Anlehnung an historische Warnemünder Trachten eine entsprechende, auffällige Kleidung tragen. Das passt doch“, freut sich der 56-Jährige, der stets ein offenes Ohr für die Anliegen des Museumsvereins und bereits vielfach geholfen hat.

Froh darüber, dass die drei Stäbe nicht einfach im Depot verschwunden und noch heute ein echter Hingucker sind, ist Karin Scarbarth: „Wir als Warnemünder Trachtengruppe führen diese 1979 vom Holzschnitzzirkel der Warnowwerft unter Leitung von Harald Wroost gefertigten Stäbe stets im Umgangszug mit. Sie stehen für die Berufsstände im Fischerort Warnemünde: Fischer, Schiffer und schließlich auch Schiffbauer“, sagt die Leiterin der Trachtengruppe. Wie Harald Wroost im Tidingsbringer Nummer 3 berichtete, war es für ihn als Enkel eines Fischers eine interessante Herausforderung, die aus Tropenholz bestehenden Stäbe mit ihren jeweiligen Besonderheiten zu fertigen.

„Auf den Zusammenhang zwischen dem festlichen Umzug, der in früheren Zeiten jeweils am Aschermittwoch vom Hegediener angeführt wurde, und dem heutigen ‚Niegen Ümgang‘ an dem stets viele Warnemünder teilnehmen, werden wir auf einer Info-Tafel direkt neben den Stäben hinweisen“, kündigt Christoph Wegner an. Er hofft auf viele interessierte Besucher, die auch die Stäbe und Trachten in Augenschein nehmen.

Wenn auch der Niege Ümgang in diesem Jahr der Pandemie zum Opfer gefallen ist, freuen sich doch schon Warnemünder Vereine, Einheimische und Touristen auf den ersten Juli-Sonnabend 2021, wenn sich der bunte Zug wieder durch das Ostseebad schlängeln wird. Mit dabei wird wieder die Warnemünder Trachtengruppe sein, deren Mitglieder den Fischer-, den Schiffer- und den Schiffbauerstab mit sich führen.

Sabine Schubert



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