Neubau Seglerhafen: Der Abriss hat begonnen

Die vorbereitenden Abbrucharbeiten am Warnemünder Seglerhafen haben in dieser Woche begonnen.Die vorbereitenden Abbrucharbeiten am Warnemünder Seglerhafen haben in dieser Woche begonnen. (2 weitere Bilder)05. Februar 2020

Der Seglerhafen an der Nordspitze der Warnemünder Mittelmole ist in die Jahre gekommen. Das betrifft sowohl die wasserbaulichen Anlagen, als auch die Infrastruktur. Die Stadt Rostock als Eigentümerin der Flächen hat die Erneuerung des Sportboothafens in Angriff genommen. Schon im letzten September wurde die hölzerne Steganlage an der Ostseite des Alten Stroms fertiggestellt und übergeben. Jetzt geht es an den zweiten Bauabschnitt. Neben der Erweiterung um 110 Gastliegeplätze im Neuen und Alten Strom werden auch alle Molen so ertüchtigt oder neu errichtet, dass Wellen im Hafenbereich künftig keine Chance mehr haben.

Anfang der Woche wurde mit dem Abriss begonnen. Zurückgebaut werden die alten Steganlagen, Plattformen, Pfähle, Dalben und Schüttsteinmole.  „Die vorbereitenden Abbrucharbeiten, Lockerungs- und Räumungsbohrungen sollen bis Anfang April 2020 abgeschlossen sein“, stellt Rathaussprecher Ulrich Kunze in Aussicht. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Vorbereitungen war das Aufstellen von zwei Messeinrichtungen im Bereich des Molenkopfes und des Alten Stroms im Januar. 36 Monate lang will man damit Wasserspiegelauslenkungen im Alten Strom während der Bauphase ermitteln.

Läuft alles nach Plan, beginnen Ende März die wasserbaulichen Arbeiten zum Neubau der 80 Meter langen Nordmole. Ab Mai ist die Errichtung der 140 Meter langen Schutzwand parallel zum Seekanal geplant. Die Rammarbeiten im Hafeninneren sind für Juli/August in den Bauablaufplan eingeordnet und ab September erfolgt die Errichtung der Hafeneinfahrtsmole. Im November soll die Hafenumschließung fertiggestellt sein. Bis April 2021 werden dann die Arbeiten an der Einfahrtsmole und im Hafeninneren ausgeführt.

Bis Ende April kommenden Jahres sollen 5,8 Millionen Euro in den zweiten Bauabschnitt investiert werden. Auftragnehmer ist die Arbeitsgemeinschaft Züblin/Colcrete.

Die Boote, die an den abzubrechenden Anlagen gelegen haben, erhalten während der Bauzeit einen Liegeplatz an den Steganlagen im Alten Strom an der Yachthafenmole. Die Liegeplätze an den Schwimmstegen sind nicht vom Bauvorhaben betroffen.

Mit der Erneuerung des Sportboothafens soll Warnemünde zu einem hochmodernen Segelstandort werden. „Der Ausbau des Hafens schafft die Grundlage dafür, dass die Warnemünder Woche auch in den kommenden Jahren erfolgreich weiterentwickelt werden kann“, betont Ralf Bergel, Mitglied des Organisationskomitees der internationalen Segelveranstaltung, bei der alljährlich etwa 2.000 Segler aus 30 Nationen gezählt werden. Nach Aussage des Hafen- und Seemannsamtes stehen die landseitigen Anlagen zur 83. Warnemünder Woche vom 4. bis 12. Juli wie auch schon im Vorjahr zur Verfügung. Im Hafeneinfahrtsbereich finden zwar Wasserbauarbeiten statt, doch das Bauunternehmen wird die Veranstaltung berücksichtigen. Konkrete Abstimmungen zwischen Veranstalter und der bauausführenden Arbeitsgemeinschaft finden zum gegebenen Zeitpunkt statt.

Bauherr des Ausbaus ist das Hafen- und Seemannsamt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Man geht von etwa 12 Millionen Euro Gesamtkosten aus, wobei etwa 10 Millionen Euro förderfähig sind. Das Projekt wird kofinanziert von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, Operationelles Programm Mecklenburg-Vorpommern 2014-2020 – Investitionen in Wachstum und Beschäftigung und mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V. Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock finanziert den zu leistenden Eigenanteil und die nicht förderfähigen Kosten.

Der Abschluss des Gesamtvorhabens ist für Ende 2021 geplant.



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