Neptun-Urgestein feiert Jubiläum

PR-Chefin Silke Greven und der Portier auch Leidenschaft, Peter Storm. Er gehört zum Neptun, wie der Dreizack und hat noch nicht ans Aufhören gedacht.PR-Chefin Silke Greven und der Portier auch Leidenschaft, Peter Storm. Er gehört zum Neptun, wie der Dreizack und hat noch nicht ans Aufhören gedacht.17. Dezember 2019

Gestatten, Portalportier Peter Storm! Seit 1976 für die Nobelherberge im Dienst, begann 1988 seine Karriere am Empfang. Am Freitag, 20. Dezember, feiert „Stormi“, wie ihn seine Kollegen liebevoll nennen, seinen 80. Geburtstag und der wird natürlich im Hotel Neptun gefeiert.

Den Gästen nach ihrer Anreise das Gefühl zu vermitteln, sie kämen nach Hause, ist das Ding von Peter Storm – seit zwei Jahren nur noch aushilfsweise, aber dann mit vollem Einsatz. Ehefrau Irmgard bahnte dem gelernten Schiffselektriker vor mehr als 43 Jahren den Weg in das Fünf-Sterne-Haus, der als Kegelbahnwart im Nebenjob begann. Höflichkeit und eine besondere Fähigkeit zur Kommunikation – gern ok up platt – ebneten den Aufstieg an das Hotelportal, wo Stormi seither nicht mehr wegzudenken ist. Auch als 2001 seine Frau verstarb, mochte er nicht loslassen. Das liegt zum einen an der Neptun-Familie, die ihm ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt und zum anderen an den vielen Stammgästen, die sich freuen, den rüstigen Senior am Hotelportal stehen zu sehen. Eben so, als wenn man nach Hause kommt. „In der Hoffnung, dass meine Gesundheit auch weiter gut mitspielt, möchte ich diese Tätigkeit noch eine Weile so weiterführen“, bekennt der Jubilar, der sich die Redensart „Wer rastet, der rostet“ zu Eigen gemacht hat. Neben Autos einparken und Smalltalk gehört auch Kofferschleppen zum Tagesgeschäft.  

Für Landespolitiker wie Harald Ringstorff, Lorenz Caffier und Till Backhaus, aber auch Künstler, unter ihnen Ute Freudenberg und Hartmut Schulze-Gerlach, bekannt geworden als „Muck“, ist Peter Storm zu einer „lebenden Legende“ geworden. Dabei würde er sich nie selbst dieses Titels bedienen – viel zu bescheiden ist sein Wesen. Die Arbeit im Neptun war und ist für Peter Storm immer auch erlebnisreich. Erlebnisse der ganz anderen Art gönnt sich der Senior in seiner Freizeit. Dann nämlich geht’s aufs Schiff. Gleich mehrmals pro Jahr unternimmt er eine Kreuzfahrt mit einem Schiff seiner Lieblingsreederei, Aida Cruises. Und so ist es auch überhaupt nicht verwunderlich, dass er sich zu seinem runden Geburtstag eine 14-tägige Kreuzfahrt in die Karibik zum Geschenk macht. Los geht’s am 4. Januar. Mental unterstützt wird diese Passion durch seine Kindern: „Solange du gesund bist, reise!“ Seine Reisekasse bessert Storm auch durch seine Arbeit im Neptun auf. Am Ende einer jeden Reise aber kommt er immer wieder gern nach Hause, in sein geliebtes Warnemünde, wo er seit 1950 lebt. Bis ihn das Fernweh wieder packt…

Ans Aufhören hat Stormi noch nicht gedacht. 43-einhalb Jahre sind eben ein halbes Menschenleben und das gibt man nicht so schnell auf. „Wenn ich von Stammgästen höre, ich möge unserem Hotel noch lange erhalten bleiben, so ist das für mich die schönste Anerkennung.“

Stolz legt der Portalportier aus Leidenschaft an Heiligabend und zu Silvester seine Galauniform mit Fliege an. Als einziger von sieben Kollegen ergänzt er seine Dienstkleidung noch durch eine Mütze mit Hotelemblem: „Schließlich repräsentiere ich unser Hotel!“, wobei die Betonung ausdrücklich auf „unser“ liegt.  Zuvor wird aber gehörig gefeiert – am 21. Dezember im Kreise der Familie.



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