Kostenfreie Segelangebote beim Fischereikutterverein

Michael Gessert ist „der Neue“ beim Warnemünder Fischereikutterverein „Jugend zur See“. Der Sozialarbeiter will Kinder und Jugendliche für den Wassersport begeistern.Michael Gessert ist „der Neue“ beim Warnemünder Fischereikutterverein „Jugend zur See“. Der Sozialarbeiter will Kinder und Jugendliche für den Wassersport begeistern.10. Juni 2021

Zum Neustart ruft der Warnemünder Fischereikutterverein „Jugend zur See“ e.V. und das gleich in zweierlei Hinsicht: Zum einen gilt es die Folgen des Lockdowns aufzufangen und zum anderen gab es einen personellen Wechsel.

Der offene Jugendtreff mit Ziel, Kindern und Jugendlichen einen maritimen Erlebnisbereich zu erhalten, ist Corona-bedingt zusammengeschrumpft. „Momentan fehlen uns die Kids“, sagt Michael Gessert, der das möglichst schnell wieder ändern möchte. Der studierte Sozialarbeiter, Vater von zwei Kindern und leidenschaftliche Wassersportler hat zum 1. Mai beim Verein angeheuert. In den vergangenen Jahren  kümmerte er sich um das Übergangsmanagement in den Justizvollzugsanstalten Bützow und Waldeck – an sich kein schlechter Job, nur leider zu viel Bürokratie und zu wenig Umgang mit Menschen, erklärt der Rostocker. Schon deshalb freue er sich auf die Arbeit im Fischereikutterverein und den direkten Austausch mit jungen Leuten. Und natürlich will er diese nach Möglichkeit für den Wassersport begeistern. Das passe zur maritimen Ausrichtung des Vereins und zu Warnemünde.

„Ich befinde mich gerade in der Experimentierphase, habe aber schon sehr Konkretes im Kopf“, macht Michael Gessert neugierig. Mit einem ersten regelmäßigen Angebot startet er schon heute in Kooperation mit dem Förderverein Jugendschiff Likedeeler e.V. durch: Der ausgebildete Segellehrer bietet Segelkurse für Kinder und Jugendliche an. Treff ist immer montags und donnerstags um 15 Uhr an der Likedeeler. Die Einheiten dauern jeweils zwei bis drei Stunden und werden vorerst kostenfrei angeboten. Mitmachen kann man solange man will. „Die Kids erlernen bei uns das Segeln und alles, was dazu gehört“, kündigt der 41-Jährige an. Für den Winter habe er Segeltheorie und Bootsbau auf der Agenda. Mittelfristig soll das Angebot sogar noch auf Wind- und Kitesurfen, SUP-Boarden und Tauchen ausgeweitet werden. Im August will er deshalb – sicher ist sicher – noch seine Rettungsschwimmerprüfung absolvieren. Wassersport-affine Heranwachsende können sich ab sofort telefonisch unter 0381 / 519 19 18 oder per E-Mail an kutterverein@web.de melden.

Doch Michael Gessert denkt weit über den Wassersport-Horizont hinaus und würde gern auch Führungen durch Warnemünde – von Jugendlichen für Kinder und Jugendliche – auf den Weg bringen. Als Schülerfirma zum Beispiel. Und um Jugendlichen Möglichkeiten zum Billardspielen, Kickern oder Chillen einräumen zu können, denkt er über die Umgestaltung des zum Mietobjekt, Am Bahnhof 5, gehörenden Kellers nach. Dieser sei geräumig genug und man könne zudem das Sportmaterial einlagern. Auch Projektunterricht und Ferienangebote kann er sich gut vorstellen, so wie die Sommercamps „Kids retten Kids“ oder „Matrosenlager“, ebenfalls in Zusammenarbeit mit Likedeeler. Realist genug weiß Michael Gessert allerdings auch, dass er all diese Vorhaben nicht allein realisieren kann und sucht deshalb Gleichgesinnte: Wer also Lust an der Arbeit mit Kindern hat und einzelne Projekte als ehrenamtlicher Helfer begleiten möchte, der sollte sich bei ihm melden.

Wieder am Start sind ab dem 22. Juni die beliebten Piratenfahrten auf dem Kutter Pasewalk. Der zum Verein gehörende 17-Meter-Holzkutter (Baujahr 1950) musste erst im Mai für zehn Tage auf die Werft. Aufwendig wurden hier Planken unter- und oberhalb der Wasserlinie erneuert sowie Reparaturen an der Reling durchgeführt: „Seetüchtig war und ist die Pasewalk immer, doch jetzt sieht sie aus, wie neu“, freut sich Norbert Ripka, Vorstandsvorsitzender des Fischereikuttervereins Jugend zur See. Auch mit dem jüngsten Neuzugang zeigt er sich mehr als zufrieden: „Wir sind froh, mit Michael Gessert einen so ambitionierten Mitarbeiter gefunden zu haben.“ Der Vorsitzende hofft auf eine langfristige Zusammenarbeit und sichert jegliche Unterstützung zu.



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