Kirche Warnemünde: Jantzen-Bark wird vermessen

Die „Marie“ ist eines der beiden Votivschiffe in der Warnemünder Kirche. Sie ist ein Abbild des Schiffes von Stephan Jantzen, „Johannes Kepler“.Die „Marie“ ist eines der beiden Votivschiffe in der Warnemünder Kirche. Sie ist ein Abbild des Schiffes von Stephan Jantzen, „Johannes Kepler“.29. März 2019

Zwei Votivschiffe – sie sind in einigen Kirchen des Ostseeraums zu finden und wurden als Dank für die Bewahrung vor Schaden auf hoher See gestiftet – schmücken die beiden Seitenschiffe der Evangelische Kirche Warnemünde. Im südlichen Seitenschiff hängt die 1887 von Kapitän Heinrich Stuhr gebaute „Marie“" und im nördlichen Seitenschiff die „Schnau“, die 1825 von Lotsenkommandeur Jungmann hergestellt wurde. Die Schiffsnachbauten wurden der Kirchengemeinde von den Warnemünder Lotsenkommandeuren Davids und Stephan Jantzen geschenkt. Die „Marie“ ist ein Modell der Bark „Johannes Kepler“ – es war das Schiff Stephan Jantzens und wurde im Andenken an dessen Ehefrau umbenannt.

Heute wurde „Marie“ im Auftrag des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums Rostock in drei Dimensionen vermessen und damit das auch so richtig gut wird, hat die Museumsleiterin, Kathrin Möller, die Rostocker Fraunhofer Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik (IGP) damit beauftragt. Der Student für Wirtschaftswissenschaften, Stefan Pache, und Dominik Hack, Studentische Hilfskraft an der Forschungsanstalt, reisten dafür mit einem hochmodernen 3D-Laserscanner nach Warnemünde, um so ein digitales dreidimensionales Modell der „Marie“ zu erstellen.

„Wenn wir das haben, können wir das Schiff oder auch nur Teile davon irgendwann ‚nachbauen‘ oder in einer medialen Produktion um die Welt fahren lassen“, verrät Kathrin Möller. Sie plant langfristig ein „lebendiges Logbuch“ für die neue Dauerausstellung auf dem Traditionsschiff. Abgebildet werden soll dort auch die Geschichte unserer Schifffahrt im 19., 20. und 21. Jahrhundert. „In das 19. Jahrhundert würde die Jantzen-Bark vortrefflich passen“, ist die Museumschefin überzeugt. Ihren Planungen zufolge soll die Umgestaltung der Dauerausstellung im Jahr 2021 realisiert sein. Jetzt muss sie nur noch die Rostocker Bürgerschaft davon überzeugen, die Umsetzung finanziell zu unterstützen.







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