Kinofilm "Seestück" wird in Warnemünde gezeigt

Das Filmteam von Vineta Film Berlin hier an Bord der „Likedeeler“. Bei der Verholung des Jugendschiffs ins Warnemünder Werftbecken im September 2017 wurden Sequenzen für den Ostsee-Dokumentarfilm „Seestück“ gedreht. Auf dem Foto v.l.: Kameramann Uwe Mann, Regisseur Volker Koepp, Produktionsleiter Fritz Hartthaler und Filmtonmeister Bernd von Bassewitz.Das Filmteam von Vineta Film Berlin hier an Bord der „Likedeeler“. Bei der Verholung des Jugendschiffs ins Warnemünder Werftbecken im September 2017 wurden Sequenzen für den Ostsee-Dokumentarfilm „Seestück“ gedreht. Auf dem Foto v.l.: Kameramann Uwe Mann, Regisseur Volker Koepp, Produktionsleiter Fritz Hartthaler und Filmtonmeister Bernd von Bassewitz.05. November 2018

Das Programmkino li.wu zeigt am Mittwoch, 14. November um 18.30 Uhr, in der Kleinen Komödie Warnemünde den Ostsee-Dokumentarfilm „Seestück“. Es handelt sich um das jüngste Werk des mehrfach ausgezeichneten Filmemachers Volker Koepp.

„Seestück“ ist ein Film über die Meereslandschaft der Ostsee und die Menschen, die an ihren Küsten leben – ein Leben am Meer und mit dem Meer. In der Bildenden Kunst werden Gemälde mit Motiven in maritimen Landschaften häufig als „Seestücke“ bezeichnet: Fischer bei der Arbeit, Seeschlachten, Stürme, Schiffsuntergänge. Der Film von Volker Koepp schließt an diese Tradition an.

Die Küstenbewohner im Ostsee-Raum teilen eine lange Geschichte, nicht nur des kulturellen Austauschs und Handels, sondern auch der Kriege, Teilungen und Vertreibungen. Die Gegenwart ist geprägt von den Hoffnungen und Enttäuschungen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Immer wieder brechen alte und neue Konflikte auf. Großmanöver der Nato oder des russischen Militärs an den baltischen Küsten schüren alte Ängste. Hinzu kommen massive Umweltprobleme wie die Verschmutzung der Ostsee Gifte und Überdüngung durch industrielle Landwirtschaft in den Anrainerstaaten. Der Rückgang der Fischbestände trifft vor allem kleine Familienbetriebe der Fischer, deren traditioneller Arbeitsplatz die Ostsee ist. Gaspipelines werden durch Naturschutzräume am Meeresboden verlegt. Offshore-Windanlagen entstehen in großer Zahl, Häfen werden für Großtanker erweitert. Millionen Menschen überqueren die Ostsee auf riesigen Kreuzfahrtschiffen. Die Ostsee ist auch ein Industriegelände.

Vor diesem Hintergrund erzählen die 14 Protagonisten in Koepps Film, zu denen auch der Schlepper-Kapitän a.D., Siegfried Kempe, und der Direktor des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), Ulrich Bathmann, gehören, von ihrem Leben, ihrer Arbeit, ihren Ängsten und Hoffnungen. Sie entwerfen ein Bild von unserer Gegenwart, in der ökologische Probleme, politische Ost-West-Konflikte und nationale Sichtweisen auf globale Entwicklungen treffen. Und es geht um die Mythen und Geschichten über das Baltische Meer, das seit jeher Maler, Literaten und Philosophen inspiriert hat. Die Gespräche kreisen daher auch um Caspar David Friedrich, Kopernikus, Rousseau und Immanuel Kant.

Die Karten für 8 Euro können telefonisch unter 03 81 / 490 38 59 oder per E-Mail, mail@liwu.de, reserviert werden. Der Einlass beginnt um 18.00 Uhr. Nach der Vorführung findet ein Filmgespräch statt mit Volker Koepp und Film-Protagonist Ulrich Bathmann.

Foto: Archiv



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