Großer Umbau in Guido’s Coffeebar

Angst für den Folgen des Corona-Shutdowns haben sie nicht: Guido und Steffi Eicher mit Sohn Carl und Hündchen Flashi.Angst für den Folgen des Corona-Shutdowns haben sie nicht: Guido und Steffi Eicher mit Sohn Carl und Hündchen Flashi.23. Februar 2021

So ist es oft: Hat man die Maler erstmal im Hause sprudeln auch gleich die Ideen. „Eigentlich wollten wir das Café ja nur etwas aufhübschen“, verrät Guido Eicher, Inhaber von Guido’s Coffeebar am Kirchenplatz 7. Was aus diesem Gedanken alles geworden ist, durften wir heute vor Ort in Augenschein nehmen. Es ist so ziemlich alles neu! Man könnte sogar meinen, die Corona-Zwangspause passte dem Unternehmer recht gut in den Kram, denn für Umgestaltungen dieses Ausmaßes hätte er eigentlich mehrere Wochen schließen müssen.

Absoluter Hingucker ist die rustikale Echtholz Wandverkleidung, die dem ebenerdigen Cafébereich zu gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre verhilft. 18 Gäste finden hier an künftig runden Tischen Platz. Die Treppe hoch – eine Wand in Rostoptik zur Rechten – gelangt man in die „gute Stube“, gestaltete in Rot-Gold. Fünf kleine Zweiertische werden hier aufgestellt. Einzig das Separee, oder der Loungebereich, wie Guido Eicher die kleine abgeteilte Sitzecke nennt, wurde (noch) nicht angefasst. 

Neu sind auch zwei Raumteiler im Retrodesign. Diese dienen zum einen natürlich dem besseren Hygieneschutz für die Gäste, aber auch als Windfang und Sichtschutz, etwa vor der Kühltheke. Erneuert sind außerdem Tresen, Kuchentheke und die komplette Beleuchtung in Guido’s Coffeebar. Mit Malermeister Zille und der Elektro-Systemtechnik Nord GmbH kommen bevorzugt heimische Handwerkerfirmen zum Zuge. Einzig die Tresenbauer haben einen weiteren Anfahrtsweg.  

Die Chance für den Umbau bot sich genau jetzt. Angst vor den Folgen des Corona-Shutdowns hat der Gastronom nicht: „Ich bin davon überzeugt, dass es irgendwann mindestens genauso gut läuft, wie vor Corona, wahrscheinlich sogar noch besser“, ist der Warnemünder gewiss. Und wie geht es weiter? Die Glühweinbude wird am kommenden Wochenende abgebaut. Ab dann erfolgt der Außer-Haus-Verkauf an den Wochenenden aus dem Café heraus. Wird das Wetter schön, auch täglich. Ende nächster Woche ist der Tresen fertig; die neuen Möbel kommen Ende März. Alles in allem sei man gut gerüstet für den Tag X, an dem die Restaurants und Gaststätten wieder öffnen dürfen. Tische und Bänke auf dem Kirchenplatz werden erst dann wiederaufgebaut, wenn es erlaubt ist.

Was das Speisen- und Getränkeangebot betrifft, wird hier allenfalls ergänzt. Mit Porridge und Müslivariationen kommen einige gesunde Sachen hinzu. Kuchen und Torten werden selber hergestellt. Dafür bereichert jetzt eine Konditorin das Team. Alles muss gut geplant sein, denn inzwischen sind in Warnemünde, Rostock und Kühlungsborn auch noch drei Eisläden zu beliefern. Die Eisproduktion – alles handgemacht und zur Verwendung kommen ausschließlich natürliche Zutaten – ist aus Platzgründen nach Schmarl umgezogen. Deshalb sei man etwas in Verzug, aber ab Mitte März soll auch die „Eisliebe“ in der Kirchenstraße wieder öffnen.

Seit zwölf Jahren sind Guido Eicher und seine Frau Steffi mit ihrem Café im Ostseebad Warnemünde präsent. Der Umbau kostet sie knapp 45.000 Euro – Geld, das ihnen die Bank geliehen hat. Die fünf festen Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Den entstandenen Verdienstausfall versucht das Unternehmerpaar zum großen Teil auszugleichen.







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