Gleich zwei neue „Örtchen“ für Warnemünde

Bevor die neuen WC-Anlagen kommen, muss zunächst weggerissen werden. Hier am Strandaufgang 1 in Warnemünde…Bevor die neuen WC-Anlagen kommen, muss zunächst weggerissen werden. Hier am Strandaufgang 1 in Warnemünde… (1 weiteres Bild)12. April 2021

Die gästefreie Corona-Zeit hat auch ihr Gutes und wird in Warnemünde zur Erneuerung der touristischen Infrastruktur genutzt. Konkret betrifft das zwei öffentliche WC-Anlagen am Strandaufgang 1 und 3, deren Halbwertzeit längst überschritten ist. Freundlich ausgedrückt waren sie eines internationalen Seebades einfach nicht mehr würdig. Das sieht glücklicherweise auch das für diese beiden Toiletten zuständige Amt für Umwelt- und Klimaschutz so und hat den Austausch in Auftrag gegeben. Doch bevor neu aufgebaut wird, muss zunächst abgerissen werden. Bis Ende April sollen auch die neuen Grundplatten schon fertiggegossen sein. Im Mai härten diese dann aus, bevor die beiden vormontierten Stahlbetonbauten hoffentlich Anfang Juni per Kranwagen einschweben.

„Es handelt sich um die gleichen Anlagen in der gleichen Ausführung, wie am Aufgang 16. Die haben sich bewährt hinsichtlich des zu erwartenden Besucheransturms, der Technik, Qualität und Anmutung“, verrät Axel Pohl als zuständiger Sachbearbeiter für die Abteilung Wasser und Boden. Bei der Vergabe konnte sich sogar derselbe Hersteller durchsetzen. Jeweils drei Unisex-Kabinen, eine davon barrierefrei ausgestattet mit Automatikwaschbecken und selbstreinigender Sitzbrille, sollen nach Endmontage vor Ort per Münzer in Betrieb genommen werden.

Ein Schnäppchen wird das allerdings nicht: Die besonderen Bedingungen in den Dünen, der sehr spezielle Baugrund, die Seewetterfestigkeit, moderne Technik, die hochwertige Edelstahlausführung und gestiegene Baukosten an sich lassen die Investition auf insgesamt etwa 500.000 Euro anschwellen. Gut angelegtes Geld, denn öffentliche Bedürfnisanstalten gibt es nach wie vor viel zu wenige im Ostseebad.

Und das Beste: Am Strandaufgang 1 soll das neue „Örtchen“ sogar ganzjährig nutzbar sein. „Ob das am Aufgang 3 auch sinnvoll ist, wird sich erst zeigen. Das ist eine Frage des Bedarfs im Winter. Machbar wäre das aber auf jeden Fall“, versichert Axel Pohl. Zu besonderen Anlässen, wie dem Warnemünder Turmleuchten am Neujahrstag, sei eine temporäre Öffnung beider Toiletten jedoch ganz sicher vertretbar.



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