Galerie Möller zeigt einzigartige Holzreliefs

Die Ausstellung in Warnemünde hat Christian Miene ein Jahr lang vorbereitet. 18 Holzreliefs sind in der Galerie Möller zu sehen, darunter auch dieses schöne Stück aus Eiche. Das Material hat der Holzkünstler in der Stellmacherwerkstatt seines Vaters gefunden. Die Ausstellung in Warnemünde hat Christian Miene ein Jahr lang vorbereitet. 18 Holzreliefs sind in der Galerie Möller zu sehen, darunter auch dieses schöne Stück aus Eiche. Das Material hat der Holzkünstler in der Stellmacherwerkstatt seines Vaters gefunden. 04. November 2019

Der Holzgestalter Christian Miene gehört zu den erfolgreichsten Künstlern in der Galerie Möller. 2001 präsentierte er seine Arbeiten erstmals an die Küste. Ab Donnerstag, 7. November, können seine Werke bereits zum fünften Mal in Warnemünde bestaunt werden.

„,So etwas habe ich ja noch nie gesehen! ‘ wird dann für sechs Wochen wieder der häufigste Ausspruch sein“, vermutet Galeristin Ulrike-S. Möller. Das liegt zum einen daran, dass Holzgestaltung in Süddeutschland einfach häufiger anzutreffen ist und zum anderen an der besonderen Ausstrahlung der Arbeiten: Kunst und Handwerk gehen eine Symbiose ein, die in ihrer Art einmalig ist. Ganz zu Recht hat die Ausstellung den Titel „holz-art“.

Der 1947 in Hohenstein-Ernstthal (Vogtland) geborene Künstler – heute lebt er wieder dort – machte eine Tischlerlehre und arbeitete bis 1971 in diesem Beruf. An der Fachschule in Schneeberg studierte er Holzgestaltung und absolvierte anschließend ein zweijähriges Sonderstudium an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle.

Seither ist er mit seinen Werken in vielen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten und seine Holzreliefs sind in zahlreichen öffentlichen Gebäuden anzutreffen. Christian Miene zeigt, wie fließend die Grenzen zwischen bildender Kunst und Kunsthandwerk sein können, wie auf dem Fundament eines perfekt beherrschten Handwerks die Blüten der Kunst wachsen können.

Den Holzreliefs, für die er hauptsächlich einheimische Hölzer, wie Fichte, Erle, Eiche und Ahorn verwendet, gilt seine ganze Leidenschaft. „Der Eindruck, dass verschiedene Hölzer in einer Arbeit verwendet wurden täuscht. Ein Brett aus dem jeweiligen Holz wird in einzelne Teile zerschnitten, die plastisch geschliffen, gebrannt, gebürstet, farbig gebeizt oder gewachst und wieder zusammengesetzt werden “, erklärt Peter Möller. Die thematische und damit auch formale Spannweite der Arbeiten reicht so von floral fließend, bis streng konstruktiv.

Die Ausstellungseröffnung am Donnerstag um 19.00 Uhr wird musikalisch durch das Duo Chiara und die Sängerin Sabine Zinnecker begleitet. Die Holzkunst von Christian Miene kann in der Galerie Möller, Am Strom 68, bis zum 17. Dezember bewundert und auch käuflich erworben werden. Die letzte Ausstellung des Jahres wird hier am 19. Dezember eröffnet und ist Inge Jastram zu deren 85. Geburtstag gewidmet.



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