Frühstück am Meer in Warnemünde: Gelungene Premiere mit viel Charme und Gemeinschaftsgeist


29. August 2026

Warnemünde hat ein neues Frühstücksformat: Am heutigen Sonnabend feierte das „Frühstück Am Meer“ im Kurhausgarten seine Premiere. Rund 500 Gäste hatten sich im Vorfeld angemeldet und brachten nach dem Motto „Jeder bringt was mit“ ihre eigenen Lieblingsspeisen, Getränke und Geschirr mit. Statt eines klassischen Veranstaltungsprogramms standen vor allem das gemeinsame Genießen, gute Gespräche und das gesellige Miteinander im Mittelpunkt.

Die Idee dahinter kam an. „Das Konzept ‚Jeder bringt was mit‘ ist super angekommen“, sagt Sabine Engel, die das Frühstück gemeinsam mit Melanie Lex und zahlreichen weiteren Mitstreitern des Gemeinnützigen Vereins für Warnemünde organisiert hat. Ein kleiner Wermutstropfen blieb allerdings: Einige reservierte Tische waren nicht besetzt. „Das ist schade, denn es gab noch ausreichend Interessenten. Wir hätten die Plätze gern kurzfristig nachbesetzt.“

Frühstück mit Freunden und viel Liebe zum Detail

Wie unterschiedlich die Gäste das neue Format für sich entdeckten, zeigte sich an den vielen individuell gedeckten Tischen. Holger Matthäus aus Warnemünde kam gemeinsam mit seiner Partnerin Dana Bauers und Freunden aus Berlin. „Ich hatte vom Frühstück gelesen, mich sofort angemeldet und war damit einer der Ersten“, erzählt er. Die vier hatten ihren Besuch gut vorbereitet. Zunächst ging es auf den Wochenmarkt, wo sie für das gemeinsame Frühstück einkauften. Frische Lebensmittel, Blumen und das gute Erbgeschirr kamen anschließend mit in den Kurhausgarten.

Auch Ulrike und Günter Mohr ließen sich kurzfristig von Freunden aus Schwerin und von der Halbinsel Darß für die Premiere begeistern. Aufmerksam gemacht hatte sie ihre gemeinsame Freundin Jana Gutzmann-Endler, Vorstandsmitglied im Warnemünde Verein. Am Tisch fehlte es ebenfalls nicht an Stil: Frische Erdbeeren, selbstgemachte Marmelade, Brötchen und Champagner gehörten zum Frühstück. „Wir haben großes Glück mit dem Wetter“, freute sich Günter Mohr. Seine Frau Ulrike hätte sich zwar etwas Musik im Hintergrund gewünscht, zeigte aber Verständnis für die damit verbundenen Gema-Problematik.

Feuerwehr mittendrin statt nur dabei

Für Unterhaltung und Information sorgte unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Warnemünde. Mit der Jugendfeuerwehr und einem Löschzug waren sie vor Ort. Große und kleine Besucher konnten sich über die Arbeit der Feuerwehr informieren und einen Blick auf die Fahrzeuge werfen. Die Jugendfeuerwehr übernahm zudem die Betreuung der Hüpfburg.

„Für uns ist eine solche Veranstaltung eine tolle Gelegenheit, unsere Arbeit vorzustellen und gleichzeitig neue Mitglieder zu gewinnen“, erklärt Jugendwart Christian Menne.

Neue Kontakte beim gemeinsamen Frühstück

Auch Fabian Rüsch vom Lions Club Warnemünde genoss die Premiere. Für ihn ist das Format vor allem eine gute Gelegenheit, Menschen zusammenzubringen. „Es ist eine tolle Veranstaltung, um die Menschen in Warnemünde zum Saisonende noch einmal zusammenzuführen. Ich habe hier schon viele Bekannte getroffen.“

Einen großen Freundeskreis versammelte André Kroboth an seinem Tisch. Bereits vor rund sechs Monaten hatte er vom geplanten Frühstück erfahren und den Organisatoren spontan seine Unterstützung angeboten. Beim Niegen Ümgang wurde daraus eine konkrete Vereinbarung: mithelfen und natürlich auch selbst mitmachen.

„Gestern habe ich beim Aufbau geholfen und mich dabei gleich mit allen angefreundet“, erzählt Kroboth. Für das Frühstück trommelte er anschließend Freunde zusammen. Eine Freundin reiste dafür sogar aus Magdeburg an. Sein Fazit fällt entsprechend eindeutig aus: „Eine wirklich tolle Idee!“ Beim Abbau will er ebenfalls mit anpacken – und auch bei einer möglichen Neuauflage wäre er wieder dabei.

Warnemünder Unternehmen unterstützen Premiere

Zu den vielen helfenden Händen gehörte auch das Warnemünder Traditionsunternehmen Ripka Catering. Katrin und Norbert Ripka stellten zahlreiche Bierzeltgarnituren zur Verfügung – insgesamt fast eine halbe Tonne Material. Die vorsorglich eingeplanten Sonnenschirme blieben dagegen im Lager: Das Wetter zeigte sich von seiner freundlichen Seite.

„Der Grundgedanke der Veranstaltung ist gut, und da helfen wir natürlich gern“, sagt Norbert Ripka. Das Konzept erinnere ihn an den Rostocker Bürgerbrunch, bei dem gemeinsames Frühstücken mit der Unterstützung sozialer Projekte verbunden wird. Ein ähnliches Modell könne er sich auch für Warnemünde vorstellen – etwa indem die Teilnahme mit einer Spende an den Warnemünde Verein verknüpft wird.

Organisatorinnen ziehen positives Fazit

Für Melanie Lex und Sabine Engel überwiegt nach der Premiere vor allem die Freude. Der Start in den Tag war allerdings arbeitsintensiv: Weil es in der Nacht noch geregnet hatte, mussten am Morgen zunächst sämtliche Tische trockengewischt werden.

„Der ganze Aufwand hat sich gelohnt, und das ist das Wichtigste“, sagt Melanie Lex. Das Feedback der Gäste sei durchweg positiv. Einige hätten sich sogar schon nach den Inhalten möglicher Picknickkörbe für eine nächste Veranstaltung erkundigt. „Ich bin einfach beseelt“, beschreibt Lex ihre Stimmung während der gelungenen Premiere.

Auch das Wetter habe perfekt mitgespielt: kein Regen, kein Sturm und keine große Hitze. Ob und in welcher Form das „Frühstück Am Meer“ im kommenden Jahr zurückkehrt, soll nach der Auswertung der Feedbackbögen entschieden werden. Das Grundgerüst steht jedoch bereits.

„Ganz bestimmt wird es eine Fortsetzung geben – vielleicht mit der einen oder anderen Veränderung“, kündigt Melanie Lex an.

Damit könnte das gemeinsame Frühstück im Kurhausgarten durchaus das Potenzial haben, zu einem neuen festen Termin im Warnemünder Veranstaltungskalender zu werden.


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