Ein Heimspiel als vorletzte Ausstellung des Jahres

Für den Chemnitzer Grafiker und Maler Christian Lang ist es schon die sechste Ausstellung in Warnemünde und damit ein Heimspiel.Für den Chemnitzer Grafiker und Maler Christian Lang ist es schon die sechste Ausstellung in Warnemünde und damit ein Heimspiel.28. Oktober 2020

Der Chemnitzer Grafiker und Maler Christian Lang gehört zu dem ausgewählten Kreis der Künstler, die die Galerie Möller immer wieder mit neuen Arbeiten zeigt. Aus diesem guten Grund kann seine sechste eigene Ausstellung in Warnemünde auch als „Heimspiel“ betrachtet werden. Langweilig wird es dennoch nicht denn der Künstler erfindet sich immer wieder neu.

1953 in Chemnitz geboren war Christian Lang nach einer Lehre als Werkzeugmacher zunächst in diesem Beruf tätig. Gut 30 Jahre später wurde alles anders: Er baute sich eine eigene Druckwerkstatt und wurde Freiberufler. Lang rekonstruierte alte, heute nicht mehr praktizierte Drucktechniken, wie das Mezzotinto, baute seine Werkzeuge dafür selbst, vereinte sie mit wieder anderen Verfahren zu einem unverwechselbaren grafischen Stil.

Fossile Elemente, wie Ammoniten, die er auch leidenschaftlich gern sammelt, Kreuze, Federn und Strukturen benutzt er als Zeichen und Symbole, die sich durch seine Bildkompositionen ziehen. Ob er Reiseeindrücke aus Australien verarbeitet oder den bekanntesten deutschsprachigen jüdischen Autor Edgar Hilsenrath illustriert – sie sind überall zu entdecken. Ob in seiner Grafik oder seiner Malerei, sein Radius dreht sich immer um eine Mitte – das Menschliche. Grafik und Malerei im Werk Christian Langs durchdringen einander und im Hintergrund scheint man beim Betrachten immer Musik zu hören. Ohne sie entsteht bei ihm nämlich kein Bild.

Der Schmuck von Simone Mönch gehört zu dem Besten, was die norddeutsche Schmuckszene zu bieten hat. Die diplomierte Schmuckgestalterin lebt und arbeitet in Tempel, einem ländlichen Ortsteil der Stadt Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern. 1957 in der Lutherstadt Halle geboren, wechselte sie schon nach kurzer Zeit in den Norden der Republik. Einer Lehre zum Goldschmied in der Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten folgte ein Designstudium an der Fachschule für angewandte Kunst (FAK) im Ostseebad Heiligendamm. Anfang der 1980er Jahre kehrte sie nach Ribnitz-Damgarten zurück und es folgten Jahre schöpferischer Schmuckgestaltung in der Entwicklungsabteilung des VEB Ostseeschmuck.

Seit 1990 ist Simone Mönch als freischaffende Schmuckgestalterin tätig. Ihre Arbeiten sind klassisch und bodenständig wie sie selbst, möchte man meinen. Sie sind von einer bemerkenswerten Konstanz, einer klaren, minimalistischen Formensprache, ohne die Wirkung auf den Betrachter zu verfehlen. Unter ihren Händen entstehen nahezu zeitlose Ringe von atemberaubender Schönheit, die erst bei näherem Hinschauen die verschiedenen Nuancen preisgeben.

Die Arbeiten von Christian Lang und Simone Mönch sind in der Galerie Möller, Am Strom 68, bis zum 8. Dezember zu sehen. Zur Eröffnung am Donnerstag, 29. Oktober um 19.00 Uhr, spielen Henrik & Paul.



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