Doppelspielwochenende für Volleyballer aus Warnemünde

Will aus Einzelspielern ein erfolgreiches Team formen: SVW Trainer Jozef Janosik, Foto: Andreas BachWill aus Einzelspielern ein erfolgreiches Team formen: SVW Trainer Jozef Janosik, Foto: Andreas Bach08. Oktober 2020

Das kommende Wochenende hat es für die Bundesliga Volleyballer aus Warnemünde in sich: zwei Spiele innerhalb von 24 Stunden. Gegner sind der Tabellenzehnte Juniors Frankfurt (Sonnabend, 19 Uhr) und der Achte in der Tabelle, VV Humann Essen (Sonntag, 16 Uhr). Für Trainer Jozef Janosik eine Herausforderung, der er jedoch recht gelassen entgegensieht – seine Herren rangieren derzeit auf Rang Fünf in der Tabelle.

672 Kilometer trennen die Mannschaft an diesem Sonnabend von ihrem ersten Gegner. Da ist Frühaufstehen angesagt, um 6 Uhr morgens geht es los. Es ist das zweite Auswärtsspiel und das dritte Spiel der Saison insgesamt. „Doppelspielwochenenden sind immer eine große Belastung für die Mannschaft, auf der anderen Seite sparen wir uns natürlich auch einmal die Fahrt hinunter“, sieht Manager Tom Matthes die anstehende Reise positiv. Ein Busfahrer wird die 16 Personen starke Crew, bestehend aus Spielern, Trainern und Betreuern, im Bus nach Frankfurt fahren. Mit hoffentlich ordentlich Punkten im Gepäck geht es am Abend in ein Hotel in der Nähe, bevor es am nächsten Morgen nach Essen weitergeht. „Es ist sportlich sinnvoll, mit Fahrer und Bus unterwegs zu sein. Nur so können die Spieler ausgeruht und fit auflaufen. Dank unserer Sponsoren können wir uns das auch leisten“, erklärt Matthes weiter. Er selbst und auch weitere Fans werden nicht mitreisen – die Kosten und Corona sprechen dagegen.

Für Trainer Jozef Janosik ist das anstehende Wochenende kein Problem. Er hat seine Mannschaft körperlich sehr gut vorbereitet und viel trainiert. „Der Schlüssel liegt darin, in guter Verfassung und auch mental gut vorbereitet zu sein,“ verrät er. Dem noch recht jungen Team (Durchschnittsalter 23 Jahre) traut er diese Aufgabe zu: „Wir müssen uns auf unser System und unsere Performance fokussieren, die beiden Spiele sind eine Herausforderung, aber auch ein guter Test für uns. Wir können daran nur wachsen,“ sagt der gebürtige Slowake. Gefragt nach der bisherigen Bilanz –Auftaktspiel gegen Baden 3:0 verloren, Heimspiel gegen Bocholdt 3:0 gewonnen, 5. Tabellenplatz – ist die positive Entwicklung des Teams für ihn deutlich sichtbar. Sein Ziel: die Jungs von Einzelspielern in Teamplayer zu verwandeln. „Den Athleten den Wert der Teamarbeit beizubringen, das ist wesentlich und wohl auch die wichtigste Fähigkeit im Volleyball. Ich will Unerfahrenheit in Spielfähigkeit umwandeln, sie zum Teamwork ermutigen, was ihnen mehr Erfolg auf dem Feld … und auch im gesamten Leben bringen wird“, blickt er voraus. Das kommende Wochenende jedenfalls wird ein entscheidender Schritt auf dem Weg dorthin sein.

Nadja Arp



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