Der Warnemünde Verein plant sein Veranstaltungsjahr

Die traditionelle Brückendrehung gilt als Höhepunkt des alljährlichen Stromerwachens zum Saisonauftakt. Wegen der zu erwartenden Menschenaufläufe ist das Event in der Corona-Zeit kaum denkbar.Die traditionelle Brückendrehung gilt als Höhepunkt des alljährlichen Stromerwachens zum Saisonauftakt. Wegen der zu erwartenden Menschenaufläufe ist das Event in der Corona-Zeit kaum denkbar.19. Januar 2021

Das Corona-Jahr 2020 war, was das Veranstaltungssegment betrifft, vor allem durch Absagen geprägt. Nachdem weder das Stromerwachen zum Saisonauftakt, das Sommerfest zur Warnemünder Woche mit dem „Niegen Ümgang“ noch das Stromfest als traditioneller Saisonabschluss gefeiert werden durften, beginnt der ausrichtende Warnemünde Verein jetzt mit der Planung für das Veranstaltungsjahres 2021. In der vergangenen Woche tauschte man sich zu Ideen und Möglichkeiten aus.

„Wenn wir könnten, würden wir nur zu gerne wieder richtig durchstarten“, bekennt Büroleiterin und Vorstandsmitglied Inge Regenthal. Bei allem Optimismus, glaubt sie allerdings nicht daran, dass die Pandemie zu Ostern ausgestanden ist. Stand heute geht die Warnemünderin auch nicht davon aus, dass das Stromerwachen – geplant vom 29. April bis 2. Mai – wie gewohnt stattfinden kann: „Die Brückendrehung als Höhepunkt der Veranstaltung und das breit gefächerte Unterhaltungsprogramm ziehen Unmengen von Menschen an. Wir können den Bereich am südlichen Alten Strom aber nicht absperren und wollen dafür auch keine Eintrittskarten verkaufen“, erklärt Inge Regenthal das Problem. Man sei jetzt dabei, sich eine kleinere Pandemie-konforme Alternative zu überlegen. Vom Leiter des Tiefbauamtes, Heiko Tiburtius, habe man immerhin schon die Zusage in der Tasche, die Bahnhofsbrücke möglicherweise erst anlässlich des Stromfestes vom 9. bis 12. September zu drehen. Dann habe sich die Lage hoffentlich schon wieder etwas entspannt und es sei demzufolge wieder mehr machbar.

Was das Sommerfest zur Warnemünder Woche vom 3. bis 11. Juli betrifft, geht die engagierte Kulturmanagerin eher von einem „Sommerfestchen“ aus. Dieses könnte in einem abgeschlossenen Veranstaltungsraum – dem Kurhausgarten – stattfinden. Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wurde hier schon im Sommer 2020 so manches Open Air erfolgreich umgesetzt. Das Warnemünder Woche-Büro stünde dem Verein unterstützend zur Seite und kümmere sich um den besonders „heiklen Teil“: Ordnung und Sicherheit. Auch einen „Niegen Ümgang“, so wie wir ihn kennen, kann es am 3. Juli wohl noch nicht geben. „Ich persönlich sehe momentan keine Möglichkeit, einen Ümgang unter Auflagen durchzuführen. Der Umzug ist nun mal ein Publikumsmagnet und produziert Menschenaufläufe, die derzeit aber nicht gewollt sind“, so Regenthal. Noch im Februar will sie eine Umfrage an alle Mitgestalter senden, um zu schauen, wie die darüber denken.

Das Durchstarten muss also noch ein wenig warten. Alles in allem gehen die Planungen des Warnemünde Vereins für 2021 eher wieder in Richtung „Kultur im Vorbeigehen“. Das habe sich schon im vergangenen Sommer bewährt. Menschenansammlungen habe man vermeiden können, weil alle Aufführungen als sogenannte Walking Acts ständig in Bewegung waren.

Die Prognose Inge Regenthals für das Veranstaltungsjahr 2021: „Ich hoffe auf einen vorsichtigen Neustart im Sommer, der irgendwann wieder in die Normalität gipfelt.“ Möge dieses Ansuchen vom Virus erhört werden, damit das öffentliche Leben auch in Warnemünde langsam aber (Corona-)sicher wieder an Fahrt aufnimmt.

Foto: Archiv



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