Das war das Jubiläumsturnier: Actionreiche Spiele und zwei Versteigerungen für den guten Zweck

Beim letzten Spiel um den Gentlemen Cup gewann das Team DWB (blau) gegen das von Berformance (weiß) mit 18:8 Toren.Beim letzten Spiel um den Gentlemen Cup gewann das Team DWB (blau) gegen das von Berformance (weiß) mit 18:8 Toren.13. September 2021

Freunde des spannungsgeladenen Polosports kamen am Wochenende in Warnemünde wieder voll auf ihre Kosten. Schon zum zehnten Mal ging es hier bei den Iceguerilla Beach Polo World Masters by Polar Twist vor atemberaubender Kulisse um die begehrten Trophäen und Spaß an der Sache. Aber auch der gute Zweck kam nicht zu kurz.

In sportlicher Hinsicht lief (fast) alles im grünen Bereich. Für eine Schrecksekunde sorgte gestern Nachmittag im letzten Damenspiel Sarah Schretzmair vom Team Arge-Haus. Kurz vor Ende der Partie – es stand 9:9 – bekam sie im Eifer des Gefechts einen Stick ins Gesicht. „Glücklicherweise verletzte sie sich nur leicht an der Nase, musste behandelt werden und stand aber nur kurze Zeit später wieder auf den Beinen. Eine echte Sportsfrau eben“, verriet Matthias Ludwig, Veranstalter des Polovergnügens am Strand, erleichtert. Etwas Gutes hatte der Zwischenfall auch, denn am Ende gab es mit den Teams Folietec (Jeanette Diekmann und Dele Iversen) und Arge-Haus (Sarah Schretzmair und Aziza Ghane) im Ladies Cup gleich zwei Sieger. Das Herrenfinale konnte das Team DWB (Daniel Deistler und Philipp Sommer) sehr deutlich mit 18:8 Toren gegen die Mannschaft Berformance (Hendrik Deistler und Chris van Eupen) für sich entscheiden. In der Gesamtwertung nach Toren und Punkten heißt das: 1. Platz Team DWB und 2. Platz Team Iceguerilla (Joe Reinhardt und Ken Kawamoto). Am Ende interessiert das aber nur am Rande, denn das Turnier am Strand von Warnemünde geht in keine offizielle Wertung. Hier gilt einzig das olympische Motto: Dabei sein ist alles. „Wer zum Turnier nach Warnemünde kommt, dem geht es um die einzigartige Atmosphäre“, weiß Matthias Ludwig, der sich damit ein „Bienchen“ anstecken kann. Die meisten Aktiven und Gäste sind nämlich überzeugte Wiederholungstäter.

Die Pologemeinde zeigte sich dazu noch überaus großzügig: Wie angekündigt wurde bei der „L8 Players Night“ am Freitagabend ein Pop Art Gemälde von Sarah Schretzmair versteigert. Am Ende durfte Marcel Mainka aus Grünheide das Werk mit auf sein Hotelzimmer nehmen. Der Unternehmer füllte die Warnemünder „Brunnenkasse“ damit um 5.000 Euro auf. „Das Motiv gefällt mir natürlich sehr. An der Versteigerung habe ich aber teilgenommen, weil ich als Brunnenbauer und Warnemünde-Fan die Idee eines Brunnens auf dem Kirchenplatz unterstützen möchte“, bekennt der Geschäftsführer der Geothermics Mainka Erdwärme & Brunnenbau GmbH. Mit Warnemünde fühle er sich seit jeher eng verbunden und überhaupt: Brunnenbauer und ein Brunnenprojekt, das passe nun mal. „Ich bin sehr erfreut über diese Tatsache und hoffe, dass dies Engagement von der heimischen Wirtschaft aufgenommen wird. Seine Verbundenheit mit Warnemünde kann man so zum Ausdruck bringen“, sagte Alexander Prechtel, der das Projekt „Neptunbrunnen“ im Ostseebad vorantreibt.

Beim „Iceguerilla Beach Polo World Masters by Polar Twist Gala Abend“ am folgenden Abend stand eine handgefertigte, überlebensgroße Skulptur von Claudia Bias zur Disposition. Begünstigt wurden mit dieser weiteren Auktion die Flutopfer in Deutschland. Der Geschäftsführer der Arge-Haus Massivbau GmbH, Falk Rösler, zahlte für „Boxer Toto“ 3.000 Euro. „Einer meiner Mitarbeiter wollte den Hund unbedingt haben und weil es für einen guten Zweck war, haben wir das eben durchgezogen“, erklärte der Geschäftsmann seine Beweggründe. Das Geld soll direkt auf das Spendenkonto des Leuchtturmvereins überwiesen werden.

„Pferdedoktor“ Knut Giersemehl hatte an den letzten drei Tagen nur sehr wenig zu tun. Und das ist auch gut so, denn schließlich gelten die rassigen Vierbeiner als das höchste Gut der 16 Spielerinnen und Spieler. Und so zog Poloveranstalter Matthias Ludwig gestern Nachmittag ein positives Resümee seines Jubiläumsturniers: „Wir haben großes Glück mit dem Wetter gehabt, Spieler, Sponsoren und Gäste waren glücklich und die Veranstaltung zog durchweg viele Zuschauer an. Was will man mehr?“







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