DRK Wasserwacht beendete die Strandsaison 2022

Alina Tristram und Jacob Bernitzki sammeln die Bojen mit dem Quad ein. Während der Wintermonate wird die Ausrüstung der Rettungsschwimmer gewartet und erneuert.Alina Tristram und Jacob Bernitzki sammeln die Bojen mit dem Quad ein. Während der Wintermonate wird die Ausrüstung der Rettungsschwimmer gewartet und erneuert. (1 weiteres Bild)26. September 2022

Alle Bojen wurden eingeholt, die Rettungstürme befinden sich auf dem Weg ins Winterquartier – die Saison 2022 der DRK Wasserwacht in Rostock ist beendet. An den Stränden von Warnemünde und Markgrafenheide sorgten von Mai bis September über 200 Rettungsschwimmer auf zwölf Türmen für einen sicheren Badebetrieb.

Unterstützt wurden die Rostocker in diesem Jahr von Kollegen aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Thüringen und sogar aus der Schweiz. Insgesamt waren die ehrenamtlich tätigen Rettungsschwimmer rund 22.500 Stunden im Einsatz. 379 Mal leisteten sie Erste Hilfe. Überwiegend handelte es sich um kleinere Verletzungen, die schnell an Ort und Stelle versorgt werden konnten. Bei 65 Einsätzen musste allerdings der Rettungsdienst hinzugezogen werden.

„Gerade zum Saisonende hin hatten wir einige stürmische Wetterlagen und starke Strömungen in der Ostsee, bei denen wir die rote Flagge gehisst haben. Viele Badegäste gehen trotzdem ins Wasser und überschätzen dabei ihre eigenen Kräfte“ erklärt Wasserwacht-Koordinator Manuel Brumme die in diesem Jahr häufigen Wasserrettungen. Mit der Missachtung der roten Flagge – dem absoluten Badeverbot – riskieren die Strandbesucher nicht nur ihr eigenes Leben, sondern bringen auch die Rettungsschwimmer in gefährliche Situationen. „Glücklicherweise konnten wir alle erfolgreich aus dem Wasser retten und haben uns selbst dabei nicht verletzt.“

Für parallel stattfindende Einsätze wurde zu Saisonbeginn in Warnemünde ein zusätzliches Quad in Betrieb genommen. Das zweite Einsatzfahrzeug hat sich bereits bewährt. „Bei mehreren Behandlungen zur gleichen Zeit sind wir schneller vor Ort“, resümiert Lukas Knaup, Wachleiter in Warnemünde. Das neue Fahrzeug ist mit Blaulicht und Martinshorn, einer Sitzfläche für zwei Personen, einer elektrischen Winde sowie angepassten Einsatzrucksäcken ausgestattet. „Gerade in der Hauptsaison, wenn der Strand sehr gut besucht ist, können wir mit dem zusätzlichen Fahrzeug wertvolle Zeit sparen“, berichtet der Wachleiter.

Auch sicherten die Rettungsschwimmer der DRK Wasserwacht in diesem Jahr wieder einige Großereignisse ab, darunter die Warnemünder Woche, die Hanse Sail und Segelmeisterschaften. Gemeinsam mit der Tourismuszentrale tragen sie außerdem zur Sensibilisierung von Urlaubern und Strandbesuchern bei. So wurde die Veranstaltungsreihe „Rette sich – wer’s kann“ zur Aufklärung über die Baderegeln fortgesetzt. „Gerade das Saisonende hat gezeigt, wie wichtig es ist, über die Gefahren in der Ostsee aufzuklären. Wir bedanken uns bei den zahlreichen Ehrenamtlichen des DRK aus ganz Deutschland für die hervorragende Zusammenarbeit und das beispiellose Engagement an unseren Stränden", hebt Rostocks Tourismusdirektor Matthias Fromm hervor.

Seit dem 19. September sind die Rettungstürme geschlossen. In den Herbst- und Wintermonaten stehen für die Ehrenamtlichen vor allem Trainingseinheiten in der Neptunschwimmhalle, die Prüfung des technischen Equipments und der Ausrüstung sowie regelmäßige Aus- und Weiterbildungen in Erster Hilfe auf dem Programm.

Fotos: DRK, Julia Junge

 



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