22. DLRG Cup: Neues Format fordert Athleten

Carla Strübing gewann im Vorjahr den DLRG Cup in Warnemünde.Carla Strübing gewann im Vorjahr den DLRG Cup in Warnemünde.17. Juli 2018

Rund 260 Rettungsschwimmer aus sechs Nationen starten ab Donnerstag beim 22. Internationalen DLRG Cup in Warnemünde in der Sport & Beach Arena unterhalb von Leuchtturm und Teepott. An drei Wettkampftagen werden die Athleten schwimmen, rennen und dabei zeigen, wie gut sie verschiedene Rettungsmittel einsetzen können. In der Königsdisziplin, „Oceanman“ und „Oceanwoman“ genannt, werden mehrere Disziplinen direkt miteinander kombiniert. Die Sportler müssen jeweils eine Strecke von circa 600 Metern schwimmen, auf dem Rettungsbrett paddeln und mit dem kajakähnlichen Rettungsski fahren. Zwischendurch absolvieren sie eine Laufstrecke am Strand.

„Der Rettungstriathlon fordert die Athleten nicht nur technisch auf vielfältige Weise, es sind auch eine Menge Kondition und Kraft gefragt“, sagt Stefan Büscher. Der Projektleiter für Wettkämpfe im Freigewässer bei der DLRG verspricht: „Der Wettbewerb wird auch für unsere Zuschauer in diesem Jahr noch spannender, denn ein neuer Finalmodus fordert die Sportler mehr denn je.“ Die Endläufe bei Männern und Frauen werden erstmals in der Eliminator-Version ausgetragen. Ist der Triathlon einmal absolviert, scheiden sechs der 18 Teilnehmer aus. Nur fünf Minuten später fällt erneut ein Startschuss. Sechs der noch zwölf Athleten im Wettbewerb qualifizieren sich dann für den dritten Lauf.

Carla Strübing möchte wie im Vorjahr „Oceanwoman“ werden. Dafür muss die 20-Jährige, die seit dieser Saison für die DLRG Anklam startet, im letzten Lauf die verbliebenen fünf Kontrahentinnen hinter sich lassen und als Erste über die Ziellinie laufen. „Der Wettbewerb wird dieses Mal natürlich um einiges anstrengender, da man ohne viel Pause mehrere Male das Rennen absolviert“, meint die Vorjahressiegerin in der Gesamtwertung der Frauen. Trotzdem freut sie sich über die Änderungen: „So wird die Veranstaltung attraktiver, auch für internationale Teams. Schließlich wird es auch bei der Weltmeisterschaft das Eliminator-Finale geben, daher ist dies eine gute Möglichkeit der Vorbereitung.“ So wie ihre Teamkollegen möchte sich die derzeit wohl beste deutsche Freigewässersportlerin für eine Teilnahme an den Welttitelkämpfen in Adelaide, Australien, empfehlen und reist mit viel Motivation an die Ostsee.

Neben dem veränderten Finalmodus im Rettungstriathlon wartet der DLRG Cup 2018 auch mit einem zusätzlichen Staffelwettbewerb auf. In der sogenannten „Ocean Lifesaver Relay“ starten pro Team immer zwei Frauen und Männer. Die einzelnen Teildisziplinen werden den Geschlechtern zugelost. „Darauf bin ich besonders gespannt, da durch die Auslosung eine interessante Kombination zustande kommen kann. Ich denke, die Staffel wird zwar nicht unbedingt schwieriger, aber je nach Zusammenstellung ergeben sich stärkere oder schwächere Teams“, meint Carla Strübing.

Die Wettbewerbe des DLRG Cups werden am Strandabschnitt 1 und 2 von Warnemünde ausgetragen. Am Donnerstag (19.7.) ab 13.00 Uhr sowie Freitag und Sonnabend ab 08.00 Uhr können Zuschauer von den Tribünen der Arena oder auch direkt an der Wasserkante die Athleten während der Rennen beobachten. Der Wettkampf endet am Donnerstag gegen 17.30 Uhr, Freitag um 18.00 und Sonnabend um 15.30 Uhr. Der neue Staffelwettbewerb „Ocean Lifesaver“ wird voraussichtlich am Freitag um 17.00 Uhr durchgeführt, mit den Endläufen im Rettungstriathlon wird am Sonnabend ab etwa 12.00 Uhr gestartet.

Die offizielle Eröffnung der Veranstaltung wird am Freitag, 19. Juli um 11.30 Uhr, nach dem Einmarsch der Athleten in die Sport & Beach Arena, durch DLRG-Präsident Achim Haag, Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister, Lorenz Caffier, sowie den Präsidenten der Rostocker Bürgerschaft, Dr. Wolfgang Nitzsche, vorgenommen. Unterstützt wird der 22. Internationale DLRG Cup von der Hansestadt Rostock, der Deutschen Marine und verschiedenen Werbepartnern.

Unterhaltung für die Jüngsten bietet das Rahmenprogramm zum Cup: Seehund Nobbi und sein Team vermitteln spielerisch Baderegeln und machen Kinder „wasserfest“.

Foto: DLRG/Sascha Walther



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