11. Warnemünder Sandwelt auf einer „Reise ins Ungewisse“

Bereiten die 11. Warnemünder Sandwelt vor: Andrius Petkus aus Litauen, Wiaczeslav Borecki aus Polen, Dmitry Klimenko aus Russland, Enguerrand David aus Belgien und Othmar Schiffer-Belz aus Deutschland (v.l.)Bereiten die 11. Warnemünder Sandwelt vor: Andrius Petkus aus Litauen, Wiaczeslav Borecki aus Polen, Dmitry Klimenko aus Russland, Enguerrand David aus Belgien und Othmar Schiffer-Belz aus Deutschland (v.l.)19. April 2021

Endlich mal wieder eine gute Nachricht: Nach einem Jahr Corona-bedingter Zwangspause öffnet am kommenden Montag, 26. April, die 11. Warnemünder Sandwelt in Karls Pier 7, am Passagierkai. Das dazugehörige Café darf natürlich keine Gäste empfangen, doch der anhängige maritime Shop ist geöffnet.

Die internationalen Künstler arbeiten an sechs Sandskulpturen, die passend zur aktuellen Lage unter dem Motto „Reise ins Ungewisse“ stehen. „Unsere Freude, überhaupt mal wieder etwas eröffnen zu dürfen, ist groß“, sagt der künstlerische Leiter, Othmar Schiffer-Belz, der bereits 30 Eis- und Sandfigurenausstellungen organisiert hat. Angesichts der vielen Negativmeldungen würden schon Wetten abgeschlossen, ob die Sandwelt denn in diesem Jahr stattfinde, oder nicht. Sie findet statt und setzt damit ein Zeichen: „In diesen schwierigen Zeiten geht wieder etwas voran.“ Anders als in den Vorjahren, als sich noch Touristen aus aller Herren Länder für die sandigen XXL-Figuren begeisterten, muss die Zielgruppe allerdings vorerst auf die Warnemünder und Rostocker eingeschränkt werden. Aber das macht nichts, denn auch die Initiatoren der Sandwelt haben die Urlaubssaison 2021 noch nicht aufgegeben.

Die versierten Sandkünstler kommen aus Litauen, Belgien, Russland, Polen, Italien und den Niederlanden vornehmlich mit dem eigenen PKW nach Warnemünde. Die beiden letztgenannten sind noch auf anderen Sandfestivals gebunden und reisen deshalb etwas später an. Rekordverdächtig dürfte die Anfahrt von Andrius Petkus und Dmitry Klimenko ab Litauen gewesen sein: Nach einer gemeinsamen 14-tägigen Quarantäne in Litauen verbrachten sie sage und schreibe 16 Stunden bei Dauerregen in einem kleinen Auto um nach Mecklenburg-Vorpommern zu gelangen. Die Sandskulpturenausstellung 2021 liefert einmalige Einblicke in die spannenden Leben historischer Seefahrer, mutiger Entdecker und neugieriger Abenteurer. Und weil es nicht nur die 11. Sandwelt, sondern auch 100 Jahre Karls zu feiern gibt, ist in jedem Werk auch ein Karlchen versteckt. Wer den Künstlern schon jetzt über die Schultern schauen und die teils meterhohen Kunstwerke bestaunen möchte, hat dazu ab sofort die Gelegenheit.

Damit die imposanten Sandfiguren überhaupt zum Leben erweckt werden können und ein halbes Jahr lang Sonne, Wind, Wetter und die salzige Luft überstehen, wurden 300 Tonnen Spezialsand aus einer Grube im brandenburgischen Niederlehme an die Ostsee geliefert. Dieser hat eine eckige Kornstruktur, die es braucht, um gut bindig zu sein. Anders als klassischer Ostseesand, der durch die ständige Bewegung im Wasser rundliche Formen annimmt, lässt er sich leichter verdichten und verarbeiten. Vor Ort wird dem Sand noch Wasser zugesetzt, um ihn an den jeweiligen Ausstellungsplätzen zu Stufenpyramiden planieren zu können. Den notwendigen Rückhalt für den tonnenschweren Rohling gibt ein massives Holzgerüst. Diese Konstruktionen ermöglichen den Sandexperten zum einen das Arbeiten an den überdimensionalen Figuren und sorgen zum anderen für Stabilität.

Die fertige Open-Air-Ausstellung kann bis zum 31. Oktober besucht werden. Der Eintritt ist kostenfrei.







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25.04.2021 um 10:36 Uhr
Birgit Zölsmann: Moin, schniiiiffff, was für ein Jammer, bereits über 1+1/2 Jahre warten wir nun darauf endlich mal wieder an unsere geliebte Ostsee reisen zu dürfen,
nun das.....
ich freue mich ja für euch das mal wieder was schönes passiert und man wenigstens virtuell dabei sein darf???????? Fischbrötchen bekommt man hier ja auch aber so am Meer ist eben doch was anderes.
ach ja, bleit gesund und munter. hoffen wir das es wenigstens ab den 2.Hj irgendwann endlich mal für die Landbevölkerung ne Gelegenheit gibt mit den Füssen im Sand am Strand lang zu laufen dürfen usw. bis dahin sind denn bestimmt auch diese Figuren fertig zum bestaunen. Ja von der Aida habe ich gestern auch von Bekannten aus Rostock ein kleines Video bekommen????????????
viele liebe Grüsse aus den Dauergrauem und kalten Berlin,ab u.an mit einpaar wenigen Sonnenstrahlen.
bleibt alle gedund und munter, bis irgendwann einmagl wieder.........???