Der Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. setzt erneut ein starkes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement: Vom 1. Dezember 2025, 12 Uhr, bis zum 1. Januar 2026, 12 Uhr, wird eine exklusive Grafik des Warnemünder Künstlers Sebastian Stave versteigert. Das Kunstwerk zeigt das Warnemünder Turmleuchten – und stellt das Ostseebad augenzwinkernd als „Mittelpunkt der Welt“ dar.
Gebote können per E-Mail an versteigerung@leuchtturmverein.de abgegeben werden. Es gilt die Serverzeit des Vereins; nur ernstgemeinte und verbindliche Gebote werden berücksichtigt. Das Mindestgebot liegt bei 500 Euro.
„Wir wollen damit das Ehrenamt noch stärker herausstellen“, betont Leuchtturmchef Mathias Stagat. Und tatsächlich: Hinter Europas größter Neujahrsinszenierung, dem Warnemünder Turmleuchten, steht nämlich vor allem das Ehrenamt. Die Idee stammt vom früheren Vereinsvorsitzenden Gerhard Lau, der das Event zu den Millenniumsfeierlichkeiten ins Leben rief. Aus dem einstigen „Umblättern“ wurde „Leuchtturm in Flammen“ – und schließlich das Warnemünder Turmleuchten. Ein Leuchtturmprojekt im wahrsten Sinne.
Bis heute ist die imposante Inszenierung ein Gemeinschaftswerk des Leuchtturmvereins – umgesetzt in enger Kooperation mit der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde und als Partner der ersten Stunde, die Hanseatische Eventagentur. Die Rostocker Agentur hat maßgeblich dazu beigetragen, das Event zu dem modernen Publikumsspektakel zu formen, das es heute ist.
Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt wieder an Bedeutung gewinnt, ist Stagat das Engagement seines Vereins besonders wichtig. „Das Ehrenamt ist das Herzstück unseres Handelns“, erklärt er.
Der Erlös der Versteigerung – vom Verein traditionell auf den nächsten Tausender aufgerundet – fließt vollständig in die Arbeit des Leuchtturmvereins. Dieser fördert satzungsgemäß Kultur, Denkmalschutz und humanitäre Anliegen.
Bemerkenswert: Der Leuchtturmverein ist weit und breit der einzige Verein, der nicht auf Fördergelder angewiesen ist, sondern selbst Fördermittel vergibt. Seit seiner Gründung konnten so weit über eine Million Euro an 105 Einrichtungen ausgeschüttet werden. „Diejenigen, die sich in der Gesellschaft engagieren, wollen wir unterstützen!“, sagt Stagat – ein Leitmotiv, das den Verein seit Jahren prägt.
Und er denkt bereits weiter: Sollte die Aktion gut angenommen werden, könnte daraus eine neue Tradition entstehen. „Wir haben hier vor Ort einen Künstler, der das Jahr für Jahr umsetzen kann“, sagt Stagat mit Blick auf Sebastian Stave.
Sebastian Stave, 54, Diplom-Ingenieur der Architektur, Familienvater und in Warnemünde aufgewachsen, hat lange in der Architektur gearbeitet. Er studierte in Weimar, verbrachte ein Jahr in Los Angeles und leitete anschließend über 25 Jahre Bauprojekte in Rostock. Heute widmet er sich ganz seiner eigentlichen Leidenschaft: dem Zeichnen.
Seine Wimmelbilder erfreuen sich großer Beliebtheit – ebenso wie sein limitierter Kalender zum 55. Jubiläum des Hotel Neptun. Ein charmantes Markenzeichen: In jedem seiner Bilder versteckt sich sein kleiner Hund „Wanda“ – eine amüsante Suchaufgabe für die Betrachter.
Stave zeigt sich geehrt über die Anfrage des Vereins: „Als Warnemünder bin ich sehr stolz, so einen Beitrag leisten zu können.“ Die Umsetzung sei ihm leichtgefallen, sagt er mit einem Augenzwinkern.
Wer sich vorab selbst ein Bild machen möchte, kann die Grafik ab sofort im Kunstatelier Warnemünde, Kirchenplatz 3, besichtigen:
Der Name des erfolgreichen Bieters wird im Rahmen des 26. Warnemünder Turmleuchtens am Neujahrstag bekanntgegeben – sofern dies gewünscht ist.
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