Warnemünde: Ortsbeirat sortiert sich neu

So setzt sich der neue Warnemünder Ortsbeirat zusammen: (ab 3.v.l.) Rainer Milles, Sven Klüsener, Burkhard Rohde, Jobst Mehlan, Werner Fischer, Elisabeth Möser, Stephan Porst, Franziska Richert und Dominic Schmidt. Ganz Sabine Engel und Franka Teubel vom zuständigen OrtsamtSo setzt sich der neue Warnemünder Ortsbeirat zusammen: (ab 3.v.l.) Rainer Milles, Sven Klüsener, Burkhard Rohde, Jobst Mehlan, Werner Fischer, Elisabeth Möser, Stephan Porst, Franziska Richert und Dominic Schmidt. Ganz Sabine Engel und Franka Teubel vom zuständigen Ortsamt27. November 2019

In einer konstituierenden Sitzung hat sich gestern Abend der Warnemünder Ortsbeirat neu formiert. Mit acht Stimmen und nur einer Enthaltung wurde Werner Fischer in geheimer Wahl zum künftigen Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreter sind Jobst Mehlan und Stephan Porst. Neben den bekannten Gesichtern von Werner Fischer (Die Linke), Jobst Mehlan (Rostocker Bund/Freie Wähler), Elisabeth Möser (Grüne) und Sven Klüsener (SPD) saßen mit Stephan Porst (Grüne), Burkhard Rohde (AfD), Franziska Richert (CDU) Dominic Schmidt (CDU) und Rainer Milles (UFR) erstmals fünf neue im Podium. Keiner von ihnen hat je in einem Ortsbeirat mitgearbeitet oder wurde auch nur als regelmäßiger Gast in den Sitzungen gesichtet. Nur allzu verständlich daher der Wunsch aus dem Publikum nach einer Vorstellung. Diese fiel etwas dünn aus, soll aber mit Organisation der Ausschüsse vertieft werden.

Und die Ausschüsse sind ein weiteres wichtiges Thema auf der gestrigen ersten Sitzung des neuen Ortsbeirates gewesen. Deren Berufung wurde nämlich auf die nächste Zusammenkunft am 14. Januar vertagt. „Man sollte sich zunächst untereinander bekannt machen und dann entscheiden ob künftig noch Ausschüsse gebraucht werden und wenn ja, wie viele und welche“, begründet Jobst Mehlan seinen Antrag auf Vertagung. Zu klären sei, wer welche Kompetenzen besitze, um sich zielgerichtet zu engagieren. Auch sollte die Arbeit der Ausschüsse klar voneinander abgegrenzt sein. Der Warnemünder stellte außerdem die wenig diskussionsfreundliche Sitzordnung der Beiratsmitglieder in Frage: „Manchmal ist es eben wichtig, sich in die Augen zu schauen.“ Er will kurzfristig einen „Kennenlern-Termin“ anberaumen und hofft auf ein gelungenes Miteinander zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben und davon gibt es viele.

Das bestätigt auch der neue Vorsitzende, Werner Fischer, der sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hat: „Ich wurde im Vorfeld von mehreren Seiten angesprochen und habe nicht nur wegen meines Vorgängers großen Respekt vor der Aufgabe“, sagt der 67-jährige Ruheständler, der seit August im Ortsbeirat mitarbeitet und sich zuvor fünf Jahre lang als Vorsitzender des Strukturausschusses seine Sporen verdiente. „Nach einer Bedenkzeit und viel Zuspruch habe ich mich dazu durchgerungen, mich der Aufgabe zu stellen“, so Fischer. Die Fortschreibungen von Strukturkonzept und Gestaltungssatzung, das noch immer fehlende Parkraumkonzept für den Ort, der B-Plan „Strand“, an dem die Stadtverwaltung seit über zehn Jahren arbeitet, die Beplanung von Mittelmole und Werftbeckens und der B-Plan „Ortseingang“ zählt er als wichtige große Herausforderungen auf.

Den Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anregungen der Einwohner“ nimmt Hansi Richert vom Warnemünde  Verein zum Anlass, seinen persönlichen Wunsch zu äußern: „Ich hoffe darauf, dass auch weiterhin überparteilich für Warnemünde entschieden und nicht allein Bürgerschaftsentscheidungen vorbereitet und mitgetragen werden.“ In Bezug auf die Ausschüsse gibt er zu bedenken, dass genau deren kompetente Zuarbeit Warnemünde so stark gemacht habe. Die anstehenden Themen seien einfach zu komplex. Damit spricht er aus, was viele Anwesende denken.

Weitere Personalentscheidungen: Als Warnemünder Abordnung beim Seniorenbeirat und Fahrradforum der Stadt Rostock wurden jeweils einstimmig Werner König und Mathias Ehlers vorgeschlagen. Ob diese beiden Kandidaten tatsächlich zum Zuge kommen ist noch ungewiss, denn in den Beiräten sind für die ganze Stadt nur jeweils acht Sitze vorgesehen.



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